Zum Inhalt

KNS Leibnitz

Klimastrategie Stadtregion Leibnitz 2040

Programm / Ausschreibung Smart Cities, TLKNS, Transformative Lösungen für Klimaneutrale Städte 2023 Status laufend
Projektstart 01.06.2024 Projektende 31.01.2026
Zeitraum 2024 - 2026 Projektlaufzeit 20 Monate
Keywords Leibnitz, Klimaneutrale Stadt, Pionierkleinstadt

Projektbeschreibung

Die Stadtgemeinde Leibnitz verzeichnet durch ihre günstige Lage zwischen Graz und Maribor starkes Wachstum. Die Einwohnerzahl stieg von 1991 bis 2023 um 28,8% auf 13.014, begleitet von einem dynamischen Tourismus mit einem Plus von 79,6% bei den Nächtigungen zwischen 2001 und 2022. Die anhaltende Entwicklung wird durch bevorstehende Infrastrukturprojekte wie die Koralmbahn und eine mögliche dritte Spur der Autobahn A9 unterstützt.
Leibnitz hat im Sachkonzept Energie klare klimapolitische Ziele bis 2040 festgelegt und beschlossen. Ein weiterer entscheidender Schritt in Richtung dieser Ziele wurde am 6. Februar 2024 gesetzt, als der Gemeinderat einstimmig die "Klimastrategie Stadtregion Leibnitz 2040" und die Teilnahme an der "Mission Klimaneutrale Stadt" beschloss.
Die Klimastrategie soll für die Stadtregion, den Zentralraum Leibnitz erstellt werden und zielt darauf ab, bestehende Ziele und Maßnahmen zu bündeln, zielgerichtete weiterzuentwickeln und Schlüsselakteur:innen frühzeitig einzubinden. Besonderer Fokus wird auf die Gestaltung der Maßnahmen gesetzt. Hier wird intensiv daran gearbeitet, die Akzeptanz schon während der Gestaltung zu fördern und die Wirkung abzusichern, mess- und erlebbar zu machen. Aufgrund zahlreicher Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden befindet sich Leibnitz hierfür in einer relativ guten Ausgangslage.

Abstract

The municipality of Leibnitz is experiencing strong growth due to its favorable location between Graz and Maribor. The population rose by 28.8% to 13,014 between 1991 and 2023, accompanied by dynamic tourism with an increase of 79.6% in overnight stays between 2001 and 2022. The ongoing development is supported by upcoming infrastructure projects such as the Koralm Railway and a possible third lane of the A9 freeway.
Leibnitz has set via the “Sachkonzept Energie” clear climate policy targets for 2040. A further decisive step towards these goals was taken on February 6, 2024, when the municipal council unanimously approved the "Climate Strategy City Region Leibnitz 2040" and participation in the "Mission Climate Neutral City".
The climate strategy will be developed for the city region, Zentralraum Leibnitz, and aims to bundle existing goals and measures, further develop targeted measures and involve key players at an early stage. Special focus is placed on the design of the measures. Intensive work is being done here to promote acceptance during the design phase and to ensure that the impact can be measured and experienced. Thanks to numerous activities in cooperation with neighboring municipalities, Leibnitz is in a relatively good starting position for this.

Endberichtkurzfassung

Die Stadtgemeinde Leibnitz hat im Februar 2024 beschlossen, sich als Pionierstadt für die Teilnahme an der Mission Klimaneutrale Stadt zu bewerben. Nachdem die Förderzusage erteilt wurde, konnte das Team rund um die Abteilung Stadtentwicklung mit der Arbeit beginnen.

Das nun vorliegende Dokument ist das Ergebnis des intensiven Austauschs aller Abteilungen der Stadtgemeinde und der politischen Entscheidungsträger*innen. Es führt bestehende Initiativen zusammen und zeigt, was in Zukunft getan werden muss, damit Leibnitz bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet ist.

Die Stadtgemeinde hat erkannt, dass Klimaschutz kein Selbstzweck ist, sondern ein gezieltes Mittel, um den Standort Leibnitz – das wirtschaftliche Umfeld sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Stadt – sorgsam für zukünftige Generationen zu entwickeln. Klimaschutz kann den Standort stärken, weil eine ganze Reihe von Maßnahmen existiert, die die Infrastruktur einer Stadt effizienter, sicherer und kostengünstiger machen. Geschickt geplant und integriert, stützen sie das städtische Zusammenleben auf eine Art, die in den öffentlichen Räumen der Stadt erlebbar werden wird.

Diese Erkenntnis lag dem gesamten Projekt zugrunde. Sie hat dazu geführt, dass neben einer THG-Bilanz für die Stadtgemeinde vor allem auch positive Zusatznutzen in den Fokus gerückt sind, dass für das Stadtgebiet fünf eigenständige Teilräume definiert wurden, um wirkungsvoll handeln zu können und nicht „alles über einen Kamm zu scheren“. Das zeigt sich in den sechs Maßnahmen, die allesamt den oben formulierten Anforderungen Rechnung tragen.

Die nun vorliegende Klima- und Standortstrategie sollte keine theoretische Abhandlung werden, sondern ein Dokument, das direkt die Umsetzung gemeinsam geplanter Schritte einleitet. Beim Verfassen der Strategie (nicht dieses Berichts) wurde deshalb viel Wert auf gute Lesbarkeit und ansprechende grafische Elemente gelegt. Sie soll ein Leitfaden sein, der über das tägliche Handeln Wirkung entfaltet, weil allen hier Beteiligten die Stadt ein ehrliches Anliegen ist – heute und in Zukunft.