AirMarker 2.0
AirMarker 2.0 - next generation research, development and production facility
| Programm / Ausschreibung | IWI 24/26, Basisprogramm 2026, Basisprogramm Ausschreibung 2026 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.06.2026 | Projektende | 31.05.2027 |
| Zeitraum | 2026 - 2027 | Projektlaufzeit | 12 Monate |
| Barwert der Projektförderung | € 278.348 | ||
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
AirMarker 2.0 entwickelt das bereits am Markt verfügbare AirMarker-R.One-System – ein heliumgefülltes Ballonsystem zur visuellen Notfallmarkierung – zu einer modularen, skalierbaren Plattform für alpine, maritime und behördliche Anwendungen weiter. Ziel ist die Überführung heute teils nur auf TRL4 validierter Teiltechnologien in einen TRL6-Prototypen, der unter realitätsnahen Einsatzbedingungen nachweislich funktioniert: Auslösung, Befüllung, Aufstieg, Sichtbarkeit/Erkennbarkeit, Robustheit bei Wind/Nässe/Kälte sowie Serienfertigbarkeit.
Kern der Entwicklung ist eine Plattform-Architektur aus einem modulares Leichtbau-Gehäuse mit austauschbaren (u.a. CFK-)Heliumkartuschen und zukünftiger Refill-/Recycling-Logik. Das Gehäuse wird ergonomisch kompakter und leichter ausgelegt und für Varianten (z.B. Dicht-/Schwimm- bzw. Unterwasserbetrieb) vorbereitet. Parallel wird ein aerodynamisch optimierter Ballon entwickelt, der auch bei ungünstiger Witterung stabil steigt und die Schräglage bei Wind reduziert; dazu gehören Windstabilisierung/Leitwerks-Ansätze sowie ein fertigungsgerechtes Falt- und Entfaltungskonzept, das später automatisierbar ist.
Für die Mehrkanal-Detektierbarkeit werden funktionale Oberflächen und Elektronik integriert:
(i) eine neuartige Radar-Reflexionsbeschichtung, damit der Ballon auch für nautische Anwendungen auf mobilen Radaren sichtbar wird (Ziel-RCS ≥ 0,01 m²) – ohne den visuell nachts erkennbaren Blink-Effekt zu beeinträchtigen
(ii) Anti-Icing/Antifog-Beschichtungen zur Verzögerung der Eisbildung und Vermeidung von Gewichtszunahme bei gefrierendem Nebel
(iii) eine Elektronikplattform mit GPS/Notfrequenz-Funktion, neuem LED-Blinkeffekt inkl. IR-Signal sowie einer Textilantenne in der Ballonschnur, die als Leitungs- und Antennenpfad dient.
Der Projekterfolg wird über messbare Akzeptanzkriterien und System-KPIs abgesichert (Labor- und Feldtests bis TRL6):
• definierte Aufstiegs- und Standzeit auch bei Windböen
• Dichtheit und Schwimmfähigkeit für maritime Varianten
• reproduzierbare Radar-/optische Signatur nach Alterung sowie nach Vereisungs-/Nebeltests
• nachweisbare Funkreichweite bei 121,5 MHz und
• seriennahes Fertigungs- und Prüfkonzept.
Zielkennwerte sind u.a. eine
• Gewichtsreduktion auf ca. 700 g (≥150 g Einsparung),
• Reduktion der Teileanzahl um ≥10 Einzelteile,
• halbautomatische Zweistufen-Auslösung mit mindestens zwei Bedienschritten weniger sowie
• Schräglagenreduktion um ≥15° bei Windstärke 2–3.
Am Ende steht ein validierter, modularer AirMarker-2.0-Demonstrator als Basis für Variantenbildung und Markteinführung in mehreren Sicherheits-Use-Cases.