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CoMoPay

Corporate Mobility Willingness-to-pay

Programm / Ausschreibung Leuchttürme eMobilität, Zero Emission Mobility, Zero Emission Mobility 2025 inkl ZEM, DTM & Rail4Climate Status laufend
Projektstart 01.12.2026 Projektende 31.05.2028
Zeitraum 2026 - 2028 Projektlaufzeit 18 Monate
Keywords betriebliches Mobilitätsmanagement, Zahlungsbereitschaft, WTP, Stated-Preference, Mobilitätsbudget

Projektbeschreibung

Um die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs in die Wege zu leiten, müssen die zurückgelegten Personenkilometer im österreichischen Pkw-Verkehr signifikant reduziert werden. Ein großer Anteil dieses Verkehrsaufwands entfällt dabei auf Wege von und zur Arbeit sowie auf Wege, die während der Arbeitszeit zurückgelegt werden. Das betriebliche Mobilitätsmanagement (BMM) kann somit ein wichtiger Ansatzpunkt sein. Hier können Betriebe Maßnahmen umsetzen, um die Mobilität ihrer Mitarbeitenden aktiv zu gestalten und auf nachhaltige Mobilitätsformen zu verlagern. Aktuell fehlen jedoch konkrete Kenntnisse darüber, welche Maßnahmen österreichische Unternehmen umsetzen und wie hoch die monetären Aufwendungen von Arbeitgeber:innen zur Förderung einer nachhaltigen Mitarbeiter:innenmobilität sind. Darüber hinaus fehlen nicht nur Daten zur aktuellen Zahlungsbereitschaft (WTP) von Unternehmen, sondern auch Informationen über die Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen (z. B. steuerliche Regelungen) auf die mögliche Zahlungsbereitschaft.
CoMoPay (Corporate Mobility Willingness-to-pay) schließt diese Forschungs- und Wissenslücken, indem es die Zahlungsbereitschaft österreichischer Unternehmen für Maßnahmen des BMM erstmals erforscht. Dabei kommt ein innovativer Mixed-Method-Ansatz zum Einsatz: Auf Basis der Systematisierung aktueller Literatur und Dokumente zu BMM (in Österreich und international) sowie in Konsultation mit relevanten Akteur:innengruppen (Interessensvertretungen, Expert:innen, Vertreter:innen von Betrieben) werden interne und externe Einflussfaktoren identifiziert. Anschließend werden Methoden zur Operationalisierung der aktuellen und hypothetischen Zahlungsbereitschaft entwickelt und in einem Fragebogen getestet (Usability-Tests). Nach dieser explorativen, ko-konzeptionellen Vorarbeit wird eine Befragung im breiten Feld mit ca. 100 österreichischen Unternehmen durchgeführt. Diese kombinierte Methodik stellt die Qualität, Validität und Reliabilität der Daten sicher und ermöglicht differenzierte Analysen und Modellierungen hinsichtlich der Einflussfaktoren und Unternehmensformen. Die zentralen Ergebnisse sind die aktuellen und hypothetischen Zahlungsbereitschaften österreichischer Unternehmen zur Förderung der nachhaltigen Mitarbeiter:innenmobilität, die in konkreten monetären Einheiten vorliegen.
Abschließend werden die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts zielgruppengerecht aufbereitet und verbreitet. In geeigneten Formaten (Workshops, Konferenzen) und Dokumenten (Fachartikel in Journals, Policy Briefs) werden die Projekterkenntnisse mit verständlicher Sprache und Methoden aufbereitet, um somit Bestrebungen in den drei Zielgruppen (öffentliche Hand, Betriebe, Wissenschaft & Forschung) anzustoßen.

Abstract

To decarbonize road transport, Austria must reduce the number of passenger kilometers traveled by car. Many of these trips are commutes and work-related journeys. Corporate mobility management (CMM) is therefore a key lever: Companies can implement measures that actively shape employee mobility and shift it toward more sustainable modes. However, there is a lack of concrete evidence regarding the measures that Austrian companies currently adopt and how much they spend to promote sustainable employee mobility. Data on firms' current willingness to pay (WTP) and how changes in framework conditions (e.g., tax regulations) could affect it are also missing.
CoMoPay (Corporate Mobility Willingness-to-Pay) addresses these gaps by investigating the WTP of Austrian companies for CMM measures. The project employs an innovative mixed-methods approach. Internal and external drivers are identified through a systematic review of current literature and CMM documents (in Austria and internationally), as well as through consultations with key stakeholder groups, including industry associations, experts, and company representatives. Then, revealed and stated preference methods are developed and tested via questionnaire usability trials to operationalize both current and hypothetical WTP. Based on the exploratory co-design phase, a large-scale survey of around 100 Austrian companies is conducted. This combined methodology ensures the quality, validity, and reliability of the data, enabling nuanced analyses and modeling by influencing factors and company types. The primary outcomes are estimates of current and hypothetical WTP among Austrian firms to foster sustainable employee mobility, expressed in concrete monetary terms.
Finally, the project’s results will be disseminated in a way that is tailored to the target audience and through appropriate formats, such as workshops and conferences, as well as publications, such as journal articles and policy briefs. Clear language and methods will be employed to encourage action among three stakeholder groups: the public sector, businesses, and the scientific community.