eMüllfahrzeuge 2.0
2 Elektro-Müllsammelfahrzeuge für Klagenfurt 2.0
| Programm / Ausschreibung | ENIN-14. Ausschreibung | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 15.06.2026 | Projektende | 14.12.2028 |
| Zeitraum | 2026 - 2028 | Projektlaufzeit | 31 Monate |
| Projektförderung | € 326.311 | ||
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee verfolgt seit vielen Jahren eine ambitionierte Klimaschutzstrategie, die unter anderem im Rahmen der Smart City Initiative sowie durch die Teilnahme an der EU-Cities-Mission konkretisiert wird. Als einzige österreichische Stadt innerhalb dieser europäischen Vorreiterinitiative strebt Klagenfurt an, ihre Emissionen bis 2030 erheblich zu reduzieren. Ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele liegt im Bereich der städtischen Mobilität – insbesondere in der Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks. Das vorliegende Fördervorhaben ist daher ein wichtiger Bestandteil der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie.
Bereits seit 2023 läuft das ENIN-Förderprojekt „eMüllsammelfahrzeuge“, in dessen Rahmen Klagenfurt ihr erstes batteriebetriebenes Elektro-Müllsammelfahrzeug mit einer Kapazität von 360 kWh sowie Schnellladeinfrastruktur (50kW und 150kW) beschafft hat. Dieses Fahrzeug ist seit Dezember 2024 im Einsatz.
Die Fortsetzung der Dekarbonisierung der Müllsammelfahrzeugflotte sieht die Beschaffung von zwei weiteren Elektro-Müllsammelfahrzeugen samt Ladeinfrastruktur bis 2028 vor. Die Anschaffung ist für die Jahre 2027 und 2028 geplant. Mit einem Verbrauch von ca. 84 Litern Diesel pro 100 km und 12.500 km Jahresleistung bietet keine andere Fahrzeugklasse ein vergleichbares kurzfristiges Energie- und Emissionseinsparungspotenzial. Die Umsetzung dieses Vorhabens trägt zur Erfüllung der Mindestanteile des Straßenfahrzeug-Beschaffungsgesetzes im zweiten Bezugszeitraum (§5 Abs.4 SFBG) bei und steigert die Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Das Einsatzgebiet ist die Stadt Klagenfurt.
Die Wahl der Batterietechnologie basiert auf fundierten Studien und Experteneinschätzungen. Batteriebetriebene Nutzfahrzeuge bieten zahlreiche Vorteile: Umweltfreundlichkeit, Lärmreduktion, Energieeffizienz, geringere Betriebskosten und hohe Technologiereife. Mit dieser Technologieentscheidung ergeben sich Synergiepotentiale mit der Dekarbonisierungsstrategie des restlichen Fuhrparks, der bislang ausschliesslich den Einsatz von batteriebetriebenen Fahrzeugen vorsieht. Dadurch können zusätzliche Kosteneinsparungen erzielt werden.
Gestützt auf die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie sowie auf die bisherigen Betriebserfahrungen mit dem ersten Elektro-Müllsammelfahrzeug ist die Anschaffung weiterer Fahrzeuge mit einer Mindestbatteriekapazität von 300 kWh geplant. Mit geplanten täglichen Strecken von etwa 45 km wird erwartet, dass der Batterieladezustand am Ende jedes Einsatzes über 50 % bleibt.
Die Batterieladung erfolgt am Standort der geplanten neuen Kläranlage, die voraussichtlich 2029/2030 in Betrieb geht. Die Fahrzeuge werden überwiegend über Nacht geladen. Zwei Ladepunkte werden vorgesehen: 50kW und 150kW.
Bei einer jährlichen Fahrleistung von 12.500 km reduziert sich der jährliche Energiebedarf pro Fahrzeug um ca. 74 % auf etwa 28 MWh. Dadurch werden pro Fahrzeug etwa 27,5 Tonnen CO₂, 11,8 kg NOₓ und 134 g PM eingespart.