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DigiErgo

Qualifizierungsnetzwerk zur Forcierung von digitaler Ergonomie in Lehre und Praxis für österreichische Unternehmen

Programm / Ausschreibung DST 24/26, DST 24/26, Virtuelle Welten und digitale Lösungen für die Gesundheit Status laufend
Projektstart 01.01.2026 Projektende 31.12.2027
Zeitraum 2026 - 2027 Projektlaufzeit 24 Monate
Projektförderung € 199.994
Keywords Ergonomie, digital, menschengerecht, barrierefrei, effizient

Projektbeschreibung

Industrie 5.0 verfolgt eine symbiotische Zusammenarbeit zwischen Mensch und technischen Arbeitshilfsmitteln, insbesondere digitalen, unter nachhaltigen Produktionsbedingungen (Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz,..). Sie kann bei der Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen unterstützen, die Produktivität stärken, den Pflegenotstand durch Transmission reduzieren und Arbeitskräftemangel teils kompensieren, bedingt durch Bevölkerungsrückgang und Veralterung der Gesellschaft, wenn die Implementierung nutzerorientiert erfolgt.
Das Forcieren menschengerechter Arbeit im Zeitalter Industrie 5.0 erfordert das Gestalten soziotechnischer Arbeitsprozesse bei Einsatz gebrauchstauglicher Arbeitsmittel und deren datenbasierte, virtuell unterstützte Optimierung.
In der Elementarbildung bis tertiären Bildungssektor sind konventionelle und digitale Ergonomie-Lehrinhalte nicht bis wenig verankert. In klein- und mittelständischen Betrieben in den Regionen Österreichs kommen konventionelle und virtuell basierte ergonomische Beratungsangebote, aufgrund der Knappheit an Beratungsressourcen bei arbeitsmedizinischen Zentren, AUVAsicher und SVS sowie kostspielige Software- und Beratungsdienstleistungen beispielsweise aus Deutschland auf betrieblicher Ebene selten zur Umsetzung.
Folglich bedarf es zur Verankerung von barrierefreier digitaler Ergonomie auf Facharbei-terniveau, das Erlernen und Adaptieren von soziotechnischer Systemgestaltung nach Wiener Ansatz sowie als Erstmaßnahme Qualifizierungsnetzwerke. Über diese können barrierefreie digitale Ergonomieinhalte mit ergonomischen Basiswissen (überzeugende Fallbeispiele, digitale Zwillinge zum ausgewählten Monitoren der ergonomischen Arbeitssituation) etabliert werden. Sie bilden die Basis für einen effizienten hybriden Ergonomiewissenstransfer sowie ein Multiplikatorennetzwerk im städtischen als auch ländlichen Raum für Unternehmen sowie Organisationen sowie unterstützen über den resultierenden Mehrwert die e-Health-Strategie der Bundesregierung sowie der EU.

Abstract

Industry 5.0 pursues a symbiotic collaboration between humans and technical work tools, especially digital ones, under sustainable production conditions (circular economy, climate protection, etc.). It can help to overcome social challenges, boost productivity, reduce the care crisis through transmission and partially compensate for labour shortages caused by a declining population and an ageing society if it is implemented in a user-oriented manner.
The promotion of human-centred work in the age of Industry 5.0 requires the design of socio-technical work processes with the use of usable work equipment and their data-based, virtually supported optimisation.
Conventional and digital ergonomics content is not or only barely anchored in elementary to tertiary education. In small and medium-sized companies in the regions of Austria, conventional and virtually based ergonomic consulting services are rarely implemented at company level due to the scarcity of consulting resources at occupational health centres, AUVAsicher and SVS as well as costly software and consulting services, for example from Germany.
Consequently, the anchoring of accessible digital ergonomics at specialist employee level requires the learning and adaptation of socio-technical system design according to the Viennese approach and, as an initial measure, qualification networks. These can be used to establish accessible digital ergonomics content with basic ergonomic knowledge (convincing case studies, digital twins for selected monitoring of the ergonomic work situation). They form the basis for efficient hybrid ergonomics knowledge transfer and a multiplier network in both urban and rural areas for companies and organisations and support the e-health strategy of the German government and the EU through the resulting added value.