Wiener Stadtwerke
Wiener Stadtwerke ENIN Einreichung
| Programm / Ausschreibung | ENIN-1. Ausschreibung | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 09.05.2023 | Projektende | 31.05.2026 |
| Zeitraum | 2023 - 2026 | Projektlaufzeit | 37 Monate |
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Die Wiener Stadtwerke betreiben für Wartung und Instandhaltung der vielfältigen Infrastruktur im Großraum Wien, wie insbesondere der Energieproduktions- und -netzanlagen sowie der Verkehrsinfrastruktur, 1073 Nutzfahrzeuge der Klasse N1. Im Zuge des Projektes ist beabsichtigt, für 8 Unternehmen des Konzernes die Ersatzbeschaffung der Flotte für die Wirtschaftsjahre 2024 und 2025 auf alternative Antriebe umzustellen. Insgesamt ist so die Abschaffung von 261 Fahrzeugen geplant.
Zum Einsatz kommen BE-Fahrzeuge, die aufgrund Ihrer Energieeffizienz und THG-Bilanz zurzeit allen anderen 0-Emissions Antriebskonzepten insbesondere im Stadtgebiet überlegen sind. Zudem decken derzeit verfügbare Modelle in der Klasse N1 die Reichweitenanforderungen aller Wiener Stadtwerkeunternehmen weitestgehend ab und ermöglichen so einen unterbrechungsfreien Dienstbetrieb.
Die Wiener Stadtwerke beschäftigen sich seit geraumer Zeit seit mit der Umstellung der Konzernflotten auf alternative Antriebe. Der Fokus der Flottenumstellung lag bislang auf Fahrzeuge der Klasse M1 auf BE-Antriebe. In dieser Klasse wurde bereits ein Umstellungsgrad von etwa 50 % erreicht. Daher stehen den Unternehmen der Wiener Stadtwerke bereits jetzt neben den 2733 öffentlichen Ladepunkten im Stadtgebiet eine interne Ladestelleninfrastruktur mit weiteren 215 Ladepunkten zur Verfügung.
Mit der geplanten Umstellung der N1 Flotte werden die Wiener Stadtwerke Unternehmen zusätzlich etwa 2240,42t CO2 in 5 Jahren Fahrzeugbetrieb einsparen und damit wesentlich zu den Dekarbonisierungszielen der Stadt Wien beitragen. Zudem wird das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Senkung von NOx und Feinstaubemissionen im Stadtgebiet leisten.
Endberichtkurzfassung
Die im Projekt eingesetzten BEV-Fahrzeuge leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen und tragen damit unmittelbar zur Umsetzung der Zielsetzungen der Smart City Wien Rahmenstrategie sowie des Klimafahrplans der Stadt Wien bei. Gleichzeitig erfolgt durch die Umstellung eine konsequente Einhaltung der unionsrechtlichen Vorgaben der Clean Vehicles Directive (CVD) sowie deren nationaler Umsetzung im Straßenfahrzeugbeschaffungsgesetz, wodurch der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge im öffentlichen Beschaffungswesen systematisch erhöht wird. Darüber hinaus stellt die Umsetzung des Projekts einen wesentlichen Meilenstein im Klimatransitionsplan der Wiener Stadtwerke dar.
Im Rahmen des gegenständlichen Projekts wurden sämtliche BEV-Fahrzeuge über Miniwettbewerbe aus bestehenden Rahmenverträgen beschafft. Dieses Vorgehen gewährleistete eine durchgängige und rechtskonforme Umsetzung der vergaberechtlichen Vorgaben gemäß Bundesvergabegesetz (BVergG). Darüber hinaus führte der wettbewerbliche Abruf aus den Rahmenvereinbarungen zu einer laufenden Reduktion der Angebotspreise. In der Gesamtschau konnte damit nicht nur eine sparsame und zweckmäßige Gebarung sichergestellt, sondern zugleich ein optimierter und effizienter Einsatz der eingesetzten Fördermittel erreicht werden.
Im Zuge der Projektrealisierung waren punktuelle Anpassungen erforderlich, die jedoch keinen negativen Einfluss auf den Gesamtprojekterfolg hatten. Insbesondere konnten Fahrzeuge mit einem Laderaumvolumen von 10?m³ aufgrund technischer Gewichtsgrenzen nicht mehr der Fahrzeugklasse N1 zugeordnet werden, sondern fielen in die Klasse N2 und waren somit im Rahmen des gegenständlichen Fördervertrags nicht förderfähig. Durch eine entsprechende Anpassung der Beschaffungs- und Einsatzplanung konnte diese Änderung jedoch durch Fahrzeuge anderer Größenklassen weitgehend kompensiert werden, sodass die geplanten Projektziele weiterhin erreicht werden konnten.
Insgesamt leisten die gesetzten Maßnahmen einen nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung des urbanen Verkehrs und entfalten gleichzeitig eine sichtbare Vorbildwirkung im öffentlichen Raum, wodurch ein wesentliches Signal für eine klimafreundliche Mobilitätsentwicklung und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung der Stadt Wien gesetzt wird.