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kluft.dig

Digitale Mobilitätskluft in Österreich

Programm / Ausschreibung Mobilität der Zukunft, Mobilität der Zukunft, MdZ - 18. Ausschreibung (2021) PM, System Bahn Status abgeschlossen
Projektstart 01.09.2022 Projektende 31.10.2023
Zeitraum 2022 - 2023 Projektlaufzeit 14 Monate
Keywords Mobilität Digital Mobilitätskluft

Projektbeschreibung

Die Digitalisierung wird die zukünftige Mobilität wesentlich bestimmen. Neue Mobilitätsdienstleistungen oder automatisierte Mobilitätsangebote setzen jedoch entsprechende Nutzungsmöglichkeiten in der Bevölkerung hinsichtlich Zugänglichkeit, Leistbarkeit etc. voraus. Die Chancen, die sich durch die Digitalisierung der Mobilitätsangebote ergeben, können nur dann entsprechend genutzt werden, wenn diese Zugänglichkeit für alle gewährleistet werden kann.

Dazu ist es wichtig, die bestehende und sich in Zukunft potenziell entwickelnde Exklusion bestimmter Bevölkerungsgruppen von Mobilitätsangeboten, verursacht durch die sich entwickelnde Digitalisierung, zu identifizieren. Erst dieses Wissen ermöglicht es, entsprechende Aktivitäten und Maßnahmen zu setzen, um diese digitale Kluft zu reduzieren und damit einen möglichst breiten Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu allen Mobilitätsangeboten zu gewährleisten.

Herry Consult und ÖGUT werden im Projekt kluft.dig daher zunächst potenziell betroffene Bevölkerungsgruppen identifizieren. Dies erfolgt basierend auf einer sozioräumlichen Hintergrundstudie. Parallel dazu werden aktuelle und zukünftige Mobilitätsformen und Mobilitätsangebote und deren Digitalisierungsstatus und Tendenzen gescreent. Dies erfolgt mittels einer Analyse der aktuellen Mobilitätsangebote und einer Analyse der durchgeführten und laufenden Mobilitäts-forschungsprojekte (insbesondere auch der aktuell laufenden Leitprojekte zur Personenmobilität) zur Identifizierung der zukünftigen Angebots- und Digitalisierungsentwicklungen.

Potenziell Betroffene und relevante Mobilitätsangebote werden in einer Betroffenheitsmatrix verknüpft und dargestellt, welche Bevölkerungsgruppen bei welchen aktuellen und zukünftigen Mobilitätsangeboten durch Digitalisierung der Angebote von der Nutzung ausgeschlossen sind oder zukünftig sein werden und welche Gründe dafür verantwortlich sind. Dies ist Basis für die Ableitung möglicher Maßnahmen zur Reduktion der vorhandenen oder zukünftig erwartbaren digitalen Mobilitätskluft. Damit wird eine Wissensbasis und Handlungsansätze für zukünftige FTI und Politikmaßnahmen im Mobilitätsbereich bereitgestellt.

Um die Zugänglichkeit langfristig und dauerhaft sicher stellen zu können, ist es wichtig, diese laufend zu erfassen und zu monitoren. Dazu werden in einem finalen Arbeitsschritt Indikatoren identifiziert, die dieses laufende Monitoring möglichst einfach umsetzen lassen. Die Indikatoren werden beschrieben (Datenbedarf, Vorgehensweise, Maßeinheiten etc.) und so die Möglichkeit der Umsetzung des zukünftigen Monitorings durch Externe sichergestellt. Darauf aufbauend wird ein Toolkit entwickelt, das die Hintergründe der digitalen Mobilitätslücke aufzeigt und Lösungsansätze bietet. Das Toolkit basiert auf einem intersektionellen Ansatz, der sich nicht nur auf geschlechtsspezifische Fragen konzentriert, sondern auch auf solche, die sich mit Alter, Milieu, Behinderung, ethnischem Hintergrund usw. beschäftigen.

Durch einen intensiven Diskurs (Stakeholderintegration) mit Vertreter:innen der Zielgruppen (Fokusgruppen), den Mobilitätsdienstleistern und insbesondere den Schlüsselakteur:innen in den Regionen (Regionalmanagements, Projektträger:innen, LOI etc.) wird sichergestellt, dass die relevanten Akteur:innen (deren Wissen, Einstellung etc.) in das Projekt eingebunden werden.

Abstract

Digitalization will have a major impact on future mobility. However, new mobility services or automated mobility offers require appropriate options for use by the population in terms of accessibility, affordability, etc. The opportunities that arise from the digitalization of mobility offers can only be used accordingly if this accessibility can be guaranteed for everyone.

For this, it is important to identify the existing and potentially developing exclusion of certain population groups from mobility offers caused by the developing digitalization. Only this knowledge makes it possible to take appropriate activities and measures to reduce this digital gap and thus ensure the widest possible access of all population groups to all mobility offers.

Herry Consult and ÖGUT will therefore initially identify potentially affected population groups in the kluft.dig project. This is based on a socio-spatial background study. At the same time, current and future forms of mobility and offers as well as their digitalization status and trends are screened. This is done by means of an analysis of the current mobility offers and an analysis of the mobility research projects that have been carried out and are ongoing (in particular the current lead projects on personal mobility) to identify future developments in offers and digitalization. International sample measures are also included.

Those potentially affected and relevant mobility offers are linked in an affectedness matrix and shown which population groups are or will be excluded from using current and future mobility offers due to digitization of the offers and what reasons are responsible for this. This is the basis for deriving possible measures to reduce the existing or future digital mobility gap. In addition, it also provides a knowledge base and approaches for future RTI and policy measures in the mobility sector.

In order to be able to ensure accessibility in the long term and permanently, it is important to continuously record and monitor this. In a final step, indicators are identified that make this ongoing monitoring as easy as possible to implement. The indicators are described (data requirements, procedure, units of measurement, etc.) and this ensures the possibility of future monitoring being implemented by external parties. Based on this, a toolkit will be developed that shows the background of the digital mobility gap and offers possible solutions. The toolkit is based on an intersectional approach, focusing not only on gender issues, but also on those related to age, milieu, disability, ethnic background, etc.

An intensive discourse (stakeholder integration) with representatives of the target groups, the mobility service providers and in particular, the key actors in the regions (regional management, project sponsors LOI etc.) ensures that the relevant actors (their knowledge, attitude etc.) are included in the project.