PSH

Einsatz und Ausbildung von Personenspürhunden

Programm / Ausschreibung KIRAS, F&E-Dienstleistungen, KIRAS F&E-Dienstleistungen 2019 Status laufend
Projektstart 02.11.2020 Projektende 01.11.2022
Zeitraum 2020 - 2022 Projektlaufzeit 25 Monate
Keywords Personenspürhunde; Einsatz, Ausbildung, Geruch; wissenschaftliche Grundlagen

Projektbeschreibung

Personenspürhunde (PSH) suchen nach dem individuellen Geruch eines Menschen. Aus dem Vergleich mit einem vorher präsentierten Geruchsträger können die Hunde diesen Geruch in ihrem Umfeld erkennen und verfolgen. PSH dienen bei der Polizei der Verfolgung von Straftätern sowie zum Auffinden vermisster Personen. Daneben können mit Hilfe der PSH auch ermittlungsrelevante Beweismittel gesichert werden.
PSH werden bei der österreichischen Polizei erst seit 2016 ausgebildet. Da es diese Art der Ausbildung in der österreichischen Polizei bislang nicht gegeben hat, war man bei der Konzeption auf die Unterstützung durch Polizeieinheiten aus dem Ausland ange-wiesen.
Im Zuge der Ausbildung der PSH haben sich neben den Fragen der Qualität und der Effizienz des aktuellen Trainings auch prinzipielle Fragen zum Einsatz von PSH ergeben. Wesentlich erscheint die Frage der Qualität des Geruchsträgers – wie muss ein Ge-ruchsträger beschaffen sein, damit der Hund leicht den zugehörigen Menschen finden kann? Aber auch Fragen nach den Geruchskomponenten, denen die Hunde im Gelän-de folgen und wie alt diese Komponenten sein dürfen, damit der Hund einen Men-schen noch erkennen und den Komponenten folgen kann, sind für einen erfolgreichen Einsatz relevant.
Im vorliegenden Projektantrag möchten wir Antworten auf diese Fragen erarbeiten. Dazu werden in einem ersten Schritt Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern gesammelt und strukturiert aufgearbeitet. Konkret geht es um die Frage wann und unter welchen Bedingungen diese Länder PSH zum Einsatz bringen und wie diese Hun-de in den verschiedenen Ländern ausgebildet werden.
Es wird untersucht, wie erfolgreich der erste, abgeschlossene Durchgang der PSH Aus-bildung in Österreich verlaufen ist. Dazu werden die Ergebnisse und Ziele dieser Aus-bildung miteinander verglichen, gegebenenfalls werden die Ziele der PSH Ausbildung modifiziert. Durch die Begleitung der geplanten PSH Ausbildung werden die Ziele und Methoden neuerlich evaluiert und ggfs. angepasst.
Alle Polizeidiensthunde (PDH) in Österreich werden zuerst dual, als Schutz- und Stö-berhunde ausgebildet, und erhalten anschließend eine Spezialausbildung. Besonders begabte Hunde werden als Spezialfährtenhunde trainiert. Bei der Ausbildung zum PSH ist man einen anderen Weg gegangen. Diese Hunde erhalten zuerst ihre Spezialausbil-dung auf den individuellen Geruch eines Menschen und danach die Grundausbildung als Schutz- und Stöberhund. Mit in diesem Projekt sind die Hunde der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die im Gegensatz zum österreichischen PDH als reine Spezialisten nur auf den Individualgeruch des Menschen trainiert werden. Es stellt sich dabei die Frage, inwieweit die verschiedenen Ausbildungswege die Qualität der Arbeit der Hun-de beeinflussen, ob alle drei Hundetypen die selbe Leistung erbringen und ob es Un-terschiede in der Arbeitsweise der Hunde gibt. Mit Hilfe von Experimenten wird die Leistung der verschiedenen Hundetypen verglichen und der Einfluss des Geruchsträ-ger und des Alters der Fährte auf den Erfolg der PSH bearbeitet.
Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse sind einerseits für die Ausbil-dung von PSH von großer Bedeutung und sollen unmittelbar in die Ausbildung einflie-ßen. Andererseits werden PSH auch bei Rettungsorganisationen zur Suche nach ver-missten Personen eingesetzt und auch diese profitieren von den Ergebnissen dieser Untersuchung.

Abstract

Personal tracking dogs (PSH) search for individually human scent. Comparing the hu-man scent on an article with the scent in the environment, they find and follow the scent of the matched human. Police uses personal tracking dog to persecute criminals and to find missing persons. With personal tracking dogs police can also secure evi-dence.
PSH are trained by the Austrian police since 2016. This type of training was not available to date, therefore to develop the education concept Austrian police was supported by foreign police units.
After the first training cycle, besides questions about quality and efficiency of the actu-al training, also principle questions about mission of personal tacking dogs were raised. An important issue seems to be the quality of the scent article – what´s the optimal composition of the scent article so that dogs easily can match the related human scent. What scent components do dogs follow in the field and how old may this components be, that a dog can identify the related human and follow the according track. All these questions are important for a successful search mission.
The related proposal was developed to answer these questions. The first step is to collect and analyse experiences from other European countries. When and under what circumstances do police units from all over Europe utilize these dogs and how do they train them?
Furthermore the success of the first training cycle of personal tracking dogs in Austria will be evaluated. Goals and achieved results will be compared, if necessary goals for the training will be modified. By accompanying the planned PSH training, the goals and the methods are evaluated again and adjusted, if necessary.

All police dogs (PDH) in Austria are first trained in use of force and as a air scenting dog. Afterwards they receive special training. Particularly talented dogs are trained as spe-cial tracking dogs. For personal tracking dogs the Austrian police uses a different ap-proach. These dogs are trained to follow individual human scent at the beginning and afterwards they get basic training in use of force and air scenting To have a wider com-parison of the competences of personal tracking dogs, we Bavarian police is also part of our consortium. In contrast to the Austrian police, these Bavarian dogs are trained as specialists only. This raises the question whether the quality and performance of these dogs is influenced by the training concept? As a consequence, the performance of these different dogs shall be compared by field experiments. Also, the influence of the scent article and the age of the track will be investigated by field experiments.
The project results are important for the training of personal tracking dogs and should be implemented in the ongoing training quickly. On the other hand these results are also important for rescue organizations searching for missing people and they should benefit from the results of this study too.