OPENhauswirtschaft

Innovatives Hauswirtschaften im nutzungsgemischten Stadtkern

Programm / Ausschreibung Smart Cities, Smart Cities, Smart Cities Demo - Living Urban Innovation 2018 Status laufend
Projektstart 01.01.2019 Projektende 31.12.2021
Zeitraum 2019 - 2021 Projektlaufzeit 36 Monate
Keywords Nutzungsmischung, Stadtentwicklung, Wohnen und Arbeiten, Selbstorganisation, Raumunternehmen

Projektbeschreibung

Wachsende Städte wie Wien sind heute mit vielfältigen Ansprüchen einer sich stark verändernden Gesellschaft konfrontiert. Das Konzept der nutzungsgemischten Stadt gilt seit vielen Jahren als eine urbanistische Strategie für mehr sozialen Zusammenhalt und für eine nachhaltige Nutzung knapper Ressourcen. Die Umsetzung dieser Strategie erfordert zeitgemäße und visionäre Lösungen, die den Wert von urbanen Räumen neuartig interpretieren. Die Entwicklung städtischer Neubaugebiete bietet hierfür Gestaltungsspielräume, die bislang erst im Ansatz genutzt worden sind.

Im Zuge der aktuellen Entwicklung des Wiener Nordbahnviertels ergreift das Projekt OPENhauswirtschaft ein Gelegenheitsfenster zur Implementierung einer langfristig wirksamen Innovation. Aufbauend auf aktuellen Forschungsergebnissen und Vorleistungen im Stadtteil verfolgt OPENhauswirtschaft die Entwicklung und Umsetzung eines radikal nutzungsgemischten Gebäudetyps mit den zugehörigen Freiräumen. Die Initiativgruppe „Die HausWirtschaft“ hat sich mit den ProjektpartnerInnen zum Ziel gesetzt, 45 Wohnungen und 3500 m² arbeitsbezogenen Flächen für 250 Arbeitende und/oder Wohnende zu schaffen. Es soll eine innovative Hausgemeinschaft entstehen, die als gemeinwohlorientierte Genossenschaft langfristig leistbare Räume zur Verfügung stellen und einen signifikanten Mehrwert im Stadtteil erzeugen kann. Im Zentrum steht die partizipative und öffentlichkeitswirksame Entwicklung einer österreichweit einzigartigen experimentellen OPENhauswirtschaft. Innovative Wohn-, Gemeinschafts-, Arbeits- und Geschäftsmodelle leisten einen intelligenten Beitrag zur nachhaltigen ökonomischen Wertschöpfung sowie zur sozial und ökologisch verträglichen Raumnutzung. Um diese Ziele zu erreichen setzt das Projektvorhaben auf technische, organisatorische, rechtliche und soziale Innovationen und stellt Aspekte des Teilens von Ressourcen, der langfristig stabilen Selbstorganisation und Selbststeuerungsfähigkeit sowie des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens in den Vordergrund.

OPENhauswirtschaft adressiert das Aktionsfeld „Bestand und Neubau“, indem ein integrativer und vertikal nutzungsgemischter Neubau mit innovativer Trägerschaft und Gebäudearchitektur entwickelt und umgesetzt wird. Darüber hinaus werden im Zuge der partizipativen Pilotumsetzung neuartige Kommunikationswerkzeuge und Vernetzungskanäle sowie nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster generiert (Aktionsfelder „Kommunikation & Vernetzung“, „Warenströme & Dienstleistungen“). Im Ergebnis sind die ProjektpartnerInnen, insbesondere die Baugemeinschaft Die HausWirtschaft in der Lage, neues Wissen für die zeitgemäße Stadtentwicklung und das Teilen von städtischen Räumen bereit zu stellen. Als wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn soll neues planungsrelevantes Wissen über den Entwicklungsprozess von radikal nutzungsgemischten Projekten im geförderten Wohnbau erarbeitet werden.