KOMPETENZ

Verbesserung der Alltagsmobilität von Personen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz

Programm / Ausschreibung Mobilität der Zukunft, Mobilität der Zukunft, MdZ - 6. Ausschreibung (2015) Status abgeschlossen
Projektstart 01.11.2016 Projektende 30.11.2017
Zeitraum 2016 - 2017 Projektlaufzeit 13 Monate
Keywords Mobilität & Demenz, Verkehrssicherheit, Lebensqualität & Mobilität,

Projektbeschreibung

Die strukturelle Veränderung der österreichischen Gesellschaft im Rahmen des demographischen Wandels und die damit wachsenden Anforderungen an Infrastruktur, Organisation und Planung im öffentlichen Raum wurden in den letzten Jahren bereits im Rahmen einiger Projekte intensiv diskutiert. Während sich eine Reihe an nationalen sowie internationalen Forschungsvorhaben vor allem auf die älteren Bevölkerungsgruppen im Kontext der sich verändernden Verhaltensmuster im Mobilitätsbereich konzentrierten und Lösungen auf individueller, technologische und infrastruktureller Ebene erarbeiteten, fehlen Lösungen für Personen, die unter kognitiven Einschränkungen in Folge einer Demenzerkrankung leiden.
Hier setzt das KOMPETENZ Projekt an, welches in einem ersten Schritt darauf abzielt darzustellen welche Anforderungen demenzkranke Personen, unter Berücksichtigung des hohen Heterogenitätsgrads hinsichtlich demographsicher Faktoren und Krankheitsverlauf, an den öffentliche Raum haben, um sich aktiv fort zu bewegen. Im Rahmen iterativer, partizipativer Prozesse werden alle Stake-holderInnen (Betroffene, Angehörige, BetreuerInnen, Infrastruktur-betreiberInnen) aktiv in den Prozess eingebunden, um ein höchst mögliches Maß an Praxistauglichkeit und Verwertbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Unter Berücksichtigung des aktuellen Stands bestehender Technologien im ITS (Intelligente Transport Systeme) Bereich, und Ansätzen des design4all, werden jene Faktoren identifiziert, die für betroffene Personen bei der sicheren und aktiven Nutzung des öffentlichen Raums relevant sind. Zentrales Ziel ist dabei die Entwicklung einer prototypischen Route, die diesen Anforderungen entspricht und im Rahmen einer Sozialraumanalyse auf ihre tatsächliche Nutzbarkeit mit Betroffenen hin getestet wird. Damit soll die Grundlage für ein umfassendes barrierefreies Routing, spezifisch angepasst an die Bedürfnisse aller StakeholderInnen, in allen Phasen der Erkrankung, in denen die Außer-Haus Mobilität noch möglich ist, geschaffen werden.
Durch die aktive Teilhabe an diesem Projekt können vor allem VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Technologie einerseits die Nutzbarkeit ihrer Services und Produkte im Hinblick auf die Bedürfnisse, der sich rasch verändernden KlientInnenbasis, nachhaltig sicherstellen und dem Grundgedanken einer für alle zugänglichen Infrastruktur gerecht werden.

Abstract

The structural transition in Austrian society in the larger context of demographic change and the growing demands on infrastructure, organization and planning in the public sphere have been discussed profusely in recent years in the context of some projects. While a number of national and international research projects especially focussed on the older age groups and their requirements for staying mobile byand developing solutions on the individual, technological and infrastructural level, solutions for people who suffer from cognitive impairment as a result of dementia are still missing.
This is where KOMPETENZ has to take the first step and identify the requirements that people with dementia have towards public space in order to be able to maintain their physical mobility. The high degree of heterogeneity as a result of demographic factors and disease progression need to be considered. To ensure the possibly highest level of practicality and suitability for use, all stakeholders (patients, their families, caregivers, infrastructure managers) have to be actively involved in iterative and participatory processes. Existing technologies in the ITS field (Intelligent Transport Systems) and Design4all approaches which are relevant to the affected individuals for the safe and active use of public space need to be identified. The main objective is the development of a prototypical route that meets all requirements and can be tested (by the stakeholders) as part of a social space analysis in terms of its actual usability. This will provide the basis for a comprehensive barrier-free routing specifically adapted to the needs of all stakeholders at all stages of the disease in which active mobility is still possible.
Through active participation in this project, especially representatives from politics, industry and technology can lastingly secure the usability of their services and products when these need to be adapted to the rapidly changing client’s base, and accommodate the fundamental idea of accessible infrastructure for all.