KI-KompetenzaufBAU
KI-KompetenzaufBAU
| Programm / Ausschreibung | Humanpotenzial 24/26, Qualifizierungsprojekte, Qualifizierungsprojekte 2025 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.07.2026 | Projektende | 30.06.2027 |
| Zeitraum | 2026 - 2027 | Projektlaufzeit | 12 Monate |
| Barwert der Projektförderung | € 199.377 | ||
| Keywords | Künstliche Intelligenz, Baubranche, Retrieval Augmented Generation (RAG), Prozessautomatisierung, Kompetenzentwicklung | ||
Projektbeschreibung
Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsprozesse in nahezu allen Wirtschaftsbereichen, doch KMU im Bau- und baunahen Umfeld (Tischlereien, Planungsbüros, Handwerksbetriebe, Baustoffproduzent:innen) stehen beim produktiven Einsatz dieser Technologien vor besonderen Hürden. Es fehlt einerseits an branchenspezifischem Fachwissen zur Auswahl, Bewertung und Implementierung geeigneter KI-Lösungen, andererseits an KI-versierten Fachkräften am Arbeitsmarkt. Bestehende Weiterbildungsangebote bleiben meist generisch und adressieren weder die heterogenen Anwendungsfälle der Branche noch sensible Themen wie den Schutz unternehmensinterner Daten oder die Anforderungen des AI Act. Das Projekt "KI-KompetenzaufBAU" schließt diese Lücke mit einem maßgeschneiderten, praxisorientierten Qualifizierungsprogramm, das gemeinsam mit dem ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich und der SIDE (Studio for Information Design GmbH) für zehn Unternehmen aus Niederösterreich entwickelt und durchgeführt wird.
Ziel ist die nachhaltige Erhöhung der KI-Kompetenzen in Unternehmen des Bauumfelds – von den Grundlagen maschinellen Lernens über rechtliche Rahmenbedingungen (AI Act, DSGVO) bis hin zu konkreten Anwendungen wie Retrieval-Augmented-Generation-Systemen (RAG), agentenbasierter Prozessautomatisierung und branchenspezifischer Datenanalyse. Innovativ ist der konsequent bedarfsgetriebene Ansatz: Dem Schulungsprogramm ist eine strukturierte Bedarfserhebung vorgeschaltet, in der gemeinsam mit jedem teilnehmenden Unternehmen individuelle Problemstellungen und KI-Anwendungsfälle identifiziert werden. Die Schulungsinhalte werden auf diese heterogenen Use Cases zugeschnitten und nach einem Learning-by-Doing-Prinzip vermittelt.
Das Projekt gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Module: eine einzelbetriebliche Bedarfserhebung (Modul 1) und ein sechsteiliges Workshop-Programm (Modul 2). Als zentrales Ergebnis erarbeiten die teilnehmenden Unternehmen im Projektverlauf jeweils einen individuellen KI-Anwendungsfall aus dem eigenen Betrieb und setzen diesen prototypisch um. Langfristig leistet das Projekt einen Beitrag dazu, die österreichische Bauwirtschaft bei der digitalen und KI-gestützten Transformation zu stärken, Produktivitäts- und Nachhaltigkeitspotenziale zu nutzen und die Innovationsfähigkeit von KMU in einer für die heimische Wirtschaft zentralen Branche zu sichern.