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Ready to Work

Blueprint für barrierearmes, mehrsprachiges und hybrides Onboarding im Arbeitskontext

Programm / Ausschreibung IWI 24/26, Basisprogramm 2026, Impact Innovation Ausschreibung 2026 Status laufend
Projektstart 01.07.2026 Projektende 30.08.2027
Zeitraum 2026 - 2027 Projektlaufzeit 14 Monate
Barwert der Projektförderung € 37.002
Keywords

Projektbeschreibung

Das Projekt „Ready to Work” adressiert eine zentrale und bislang unzureichend bearbeitete Hürde der nachhaltigen Arbeitsmarktintegration: die Onboarding- und Einarbeitungsphase von geringqualifizierten Menschen mit Migrationshintergrund in Unternehmen. Obwohl in Österreich ein anhaltender Fachkräftemangel herrscht, scheitert die betriebliche Integration dieser Zielgruppe häufig an praktischen Hürden. Das Hauptbroblem ist nicht die fehlende Motivation, sondern Barrieren bei der Sprache, der Lese- und Digitalkompetenzen, sowie unklare Abläufen undschwer verständliche arbeitsplatzbezogene Informationen. Gleichzeitig fehlen Unternehmen, insbesondere KMU, oft die zeitlichen, personellen und didaktischen Ressourcen, um Onboarding-Prozesse zielgruppengerecht, mehrsprachig und barrierearm zu gestalten.
Das Vorhaben baut auf den Erkenntnissen des FFG-Projekts JOBFIT auf. Dort zeigte sich, dass sich der Bedarf an Unterstützung am Arbeitsplatz von geringqualifizierten Geflüchteten und anderen Migrant*innen im Unternehmenskontext stark überschneiden. Daher fokussiert das Projekt auf geringqualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere Personen mit geringen Deutschkenntnissen und/oder geringer Lese- bzw. Digitalkompetenz.
Ziel des Projekts ist die Erarbeitung und Validierung eines übertragbaren Blueprints für barrierearmes, mehrsprachiges digitales Onboarding, welches Unternehmen sowie Hilfsorganisationen nutzen können. Bestehende technische Strukturen der Ready-to-Work-App werden genutzt, um einzelne Lösungsbausteine prototypisch zu erproben, allerdings fokussiert das Projekt nicht auf die Entwicklung einer marktreifen App.
Die Entwicklung erfolgt im Rahmen eines Open-Social-Innovation-Ansatzes mit wissenschaftlicher Begleitung der JKU. In einem partizipativen Prozess werden Zielgruppen, Unternehmen, NGOs und weitere Praxisakteur*innen systematisch eingebunden, um Onboarding-Hürden zu analysieren, Anforderungen zu priorisieren und praxistaugliche Lösungsbausteine zu entwickeln. Im Fokus stehen barrierearme Informations- und Lernlogiken, mehrsprachige und visuell unterstützte Inhalte, niederschwellige digitale Orientierung durch Community Lots*innen sowie die Prüfung, welche KI-gestützten Elemente in diesem Kontext sinnvoll und verantwortbar einsetzbar sind.
Am Projektende liegt ein nachvollziehbarer, praxistauglicher und übertragbarer Blueprint inklusive Leitfäden, validierter Use Cases und konkreter Empfehlungen für die arbeitsplatznahe Umsetzung vor. Damit leistet das Projekt einen gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Beitrag zur Reduktion von Onboarding-Barrieren, zur besseren Nutzung vorhandener Arbeitskräftepotenziale und zur Stärkung nachhaltiger Arbeitsmarktintegration.