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E-LKWs intermodal

Gips Transporte im intermodalen Verkehr mit 8 E-LKWs in der Steiermark

Programm / Ausschreibung ENIN, ENIN-2. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 27.10.2023 Projektende 31.12.2024
Zeitraum 2023 - 2024 Projektlaufzeit 15 Monate
Keywords

Projektbeschreibung

In dem intermodalen Projekt der Unternehmen W. Riedel Silo-Transport GmbH, Innofreight Austria GmbH und InnoRiedel Intermodal GmbH werden durch den kombinierten Einsatz von Elektro-LKWs sowie durch Nutzung des Bahnverkehrs bis zu 20 Diesel LKWs von der Straße genommen.

Durch die Anschaffung von 8 Nutzfahrzeugen (Klasse N3) mit BEV-Technologie, eigens entwickelter 20 ft Container sowie einer ausgeklügelten Logistik ist es ab dem Jahr 2024 möglich, sämtliche Gipstransporte der Firma Knauf am Standort Weißenbach bei Liezen vom Steinbruch Tragöß CO2 neutral zuzustellen.

Die Transporte werden im steirischen Raum durchgeführt. An zwei Tagen pro Woche werden die LKWs dazu verwendet, die Gipssteine mittels Container und Chassis an den Montanterminal Kapfenberg zu bringen, wo diese auf den Zug geladen werden. Dank eines direkten Bahngleisanschlusses des Unternehmens Knauf, kann der Zug direkt im Werk entladen werden. An den restlichen Tagen fahren die Elektrozugmaschinen mit den Containern direkt nach Weißenbach bei Liezen und fahren dabei zwei Umläufe. Durch diesen geschickten Einsatz an Ressourcen, ist es dem Kunden schon jetzt möglich diese Transporte zukunftssicher, nachhaltig und wirtschaftlich abzuwickeln.

Da der Transportweg vor allem im Bereich um den Steinbruch durch Hofeinfahrten und engem Wohngebiet führt, gelten zeitliche Durchfahrtsbeschränkungen. Die Lärmbelastung bei den Anrainern sorgt seit jeher für eine angespannt Stimmung, die durch Einsatz von nahezu lautlosen Elektro-Zugmaschinen aufgelöst werden kann.

Um die LKWs nächtlich wieder aufladen zu können, wird auf eine bereits bestehende Infrastrukturlösung in Kapfenberg zurückgegriffen. Diese soll auch für ein mögliches schnelles Zwischenladen um einen 150 kW Ladeanschluss erweitert werden. Für weiteres notwendiges Zwischenladen kann die Ladestation beim Kunden Knauf verwendet werden.

Die mögliche CO2 Einsparung durch dieses Projekt, war ein essenzieller Faktor bei der ursprünglichen Projektplanung. Nicht nur wird die Umwelt um ca. 1.300 Tonnen CO2 jährlich entlastet, sondern trägt diese Reduktion der CO2 Freisetzung auch zur Wirtschaftlichkeit des Kunden bei. Die Einsparungen an CO2 – Zertifikaten und der CO2 Besteuerung betragen voraussichtlich bereits im Jahr 2025 über 300.000€.

Ab dann überholt der intermodale Transport auch im Bezug der Wirtschaftlichkeit den gewöhnlichen LKW-Transport auf der Straße.

Das Ziel ist es dem Kunden eine wirtschaftliche, nachhaltige und verlässliche Lösung für die nächsten Jahrzehnte anzubieten.

Durch die reduzierte Lärmbelastung der Anrainer hat dieses Projekt auch ein großes Potential im Bezug der öffentlichen Wahrnehmung von E-LKWs.