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Stadtbus Seekirchen

6 Batteriebusse für den Stadtverkehr Seekirchen

Programm / Ausschreibung EBIN (Emissionsfreie Busse) Ausschreibung 2024/01 Status laufend
Projektstart 01.06.2025 Projektende 31.05.2026
Zeitraum 2025 - 2026 Projektlaufzeit 12 Monate
Keywords

Projektbeschreibung

Der Verkehrssektor in Österreich verursacht ein Drittel der THG-Emissionen. Über 50% der bis 2030 jährlich notwendigen THG-Emissionsreduktion soll im Rahmen des Masterplans „Klima+Energie“ des Landes Salzburg allein durch Maßnahmen im Verkehrssektor umgesetzt werden. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs unter dem Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge stellt hierfür einen wesentlichen Beitrag dar.

Im Rahmen des vorliegenden Projekts soll die Variante 2 + Option der Linie 83 des Konzepts „Stadtbus Seekirchen neu“ der Stadt Seekirchen am Wallersee umgesetzt werden. In der vorgesehenen Variante sollen zumindest drei neue Linien in Seekirchen - und der angrenzenden Gemeinde Henndorf am Wallersee - neu eingeführt werden. Zusätzlich soll die Linie 260 als Schülerverkehr im Raum Seekirchen neu ausgeschrieben werden.

Die Linie 80 verbindet künftig die Stadt Seekirchen mit der Gemeinde Henndorf. Die Linienführung erfolgt vom Zentrum Seekirchen über den Bahnhof, dem Strandbad, dem Bezirksgericht, Weinberg nach Henndorf zu Mittelschule und Ortsmitte. Die Linie 81 führt von der neuen Bahnhaltestelle Seekirchen Stadt über Waldprechting zum Bahnhof Seekirchen. Die Linie 82 verkehrt zwischen der Bahnhaltestelle Seekirchen Stadt und der neuen Bezirkshauptmannschaft. Zusätzlich soll der Schülerverkehr der Linie 126 neu ausgeschrieben werden.

Die neuen Linien sollen mit bis zu 6 Batterie-elektrisch betriebenen Bussen vom Typ Midi Bus bis 10 m Länge (Kategorie 1) bzw. Solobus zweiachsig bis 13,5m Länge (Kategorie 2) ausgeschrieben und betrieben werden. Die potenzielle Bediendauer der Linien beläuft sich auf 10 Jahre (5+2+2+1 Jahre).

Die gegenständlichen Linien sollen voll in den normalen Linienverkehr eingebunden werden und dabei geplante 1.729.200 Nutzwagenkilometer pro Jahr zurücklegen. Die einzelnen Umläufe variieren von 175 km bis rund 270 km, sodass wahrscheinlich auch eine Zwischenladung zwischen den jeweiligen Umläufen notwendig und somit eine reine Depotladung der Busse über Nacht nicht ausreichend sein wird. Über das gegenständliche Projekt sollen auch die erforderlichen Ladesäulen der Busse zu Depotladung und eine mögliche Ladesäule an einer zentralen Haltestelle in Seekirchen zur Zwischenladung errichtet werden.

Durch die Umsetzung des gegenständlichen Projekts können die Emissionen von CO2 und NOx deutlich reduziert werden. Insgesamt beläuft sich die zu erwartende Emissionsreduktion von CO2 auf rund 1.115,3 t. Im Rahmen der Ausschreibung wird seitens der SVG das Laden der Busse mit Ökostrom vorausgesetzt.

Endberichtkurzfassung

6 Batteriebusse für den Stadtverkehr Seekirchen

Im gegenständlichen Projekt wurden die Beschaffung und Inbetriebnahme der notwendigen batterieelektrischen Busflotte für den Stadtverkehr Seekirchen sowie die Errichtung der zugehörigen Ladeinfrastruktur vollständig umgesetzt.

Die Salzburger Verkehrsverbund GmbH (SVG) führte eine Linienausschreibung zum Stadtverkehr Seekirchen durch. Diese beinhaltete die gegenständlichen Linien 80, 81und 82 sowie die Linie 126 als Linienbündel, welche mit insgesamt 6 batterieelektrischen Bussen betrieben werden sollen. Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens wurden die Linien 80, 81, 82 und die Linie 126 an Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH vergeben. Im Zuge der Ausschreibung wurde die Firma Fischwenger Reisen GmbH als Subunternehmer für die Linien 80, 81 und 82 angegeben. Die jeweiligen Betreiber beschafften die für den Betrieb der zugeteilten Linien erforderlichen Fahrzeuge. Der Beschaffungsprozess wurde entsprechend den internen Richtlinien und den Vorgaben des Ausschreibungsleitfadens der SVG durchgeführt. Für die Linien 80, 81 und 82 kamen 4 Midi-Busse bis 9 Meter Länge zum Einsatz, für die Linie 126 zwei Solobusse zweiachsig bis 12 Meter. Vor dem Linienstart gab es noch eine Umbenennung der Buslinien, die geplanten Linien 80, 81 und 82 verkehren nun als Linien 38 und 39, das ändert aber nichts an den geplanten Nutzwagenkilometern. Die 4 Midi Busse wurden rechtzeitig zum Linienstart geliefert und in Betrieb genommen und die Fahrzeuge der Linie 126 wurden planmäßig im Mai 2026 geliefert und in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme verlief technisch und organisatorisch ohne wesentliche Komplikationen.

Die Ladeinfrastruktur wurde entsprechend dem im Förderantrag beschriebenen Konzept errichtet. Die 6 Depotladesäulen zur Übernachtladung wurden auf den jeweiligen Abstellflächen der Stadtgemeinde Seekirchen und der Firma Albus installiert. Zwei davon auf dem Betriebsgelände von Albus Salzburg, die verbleibenden vier auf dem Standort der Stadtgemeinde Seekirchen. Die Eigentümerschaft dieser Ladesäulen liegt bei dem jeweiligen Betreiber bzw. der Stadtgemeinde Seekirchen entsprechend der getroffenen Vereinbarungen. Die Ladesäulen in der Stadtgemeinde Seekirchen haben den Vorteil, dass ein Zwischenladen in der Wendezeit an einer zentralen Haltestelle im Zentrum von Seekirchen möglich ist, um die Tagesreichweite der Midi-Busse auf den längeren Umläufen sicherzustellen. Alle Ladesäulen wurden vollständig in Betrieb genommen.

Das umgesetzte Ladekonzept kombiniert Depot-Nachtladung mit bedarfsweiser Zwischenladung im Tagesbetrieb. Die Übernachtladung stellt die Grundversorgung aller 6 Fahrzeuge sicher; die Zwischenladesäule im Zentrum wird für jene Umläufe genutzt, bei denen die Tageskilometerleistung eine vollständige Abdeckung allein durch Nachtladung nicht gewährleistet. Die betrieblichen Abläufe wurden an die spezifischen Anforderungen des Elektrobusbetriebs angepasst, da insbesondere die Umlaufplanung unter Berücksichtigung von Ladezeiten, Reichweiten und saisonalen Verbrauchsschwankungen von den bisherigen Dieselabläufen abweicht. Die Einbindung der Fahrzeuge in den regulären Linienbetrieb auf den Linien 38, 39 und 126 erfolgte planmäßig.