P2R_mS
Pathways2Resilience_macht Schule
| Programm / Ausschreibung | KS 24/26, KS 24/26, Talente regional 2025 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.08.2026 | Projektende | 31.07.2028 |
| Zeitraum | 2026 - 2028 | Projektlaufzeit | 24 Monate |
| Projektförderung | € 129.800 | ||
| Keywords | Klimawandel, Anpassung, Resilienzsteigerung, Technologie, Innovation | ||
Projektbeschreibung
Das Projektvorhaben „Pathways2Resilience macht Schule“ (P2R_mS) stärkt das Zukunfts- und Klimaanpassungswissen von Schüler:innen und verankert Klimaresilienz als handlungsorientiertes Bildungsthema in drei Regionen Tirols (Stubaital, Seefelder Plateau und Region Hall i.T.). Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche zunehmend direkt von Klimarisiken wie Hitze, Naturgefahren und Veränderungen im regionalen Tourismus betroffen sind – und dass ihre Perspektiven und ihr Erfahrungswissen einen wichtigen Beitrag zu einer resilienten Zukunft leisten können.
P2R_mS knüpft dabei an regionale Initiativen im europäischen Programm Pathways2Resilience (https://www.pathways2resilience.eu/) an und überträgt dessen Grundgedanken – gemeinsames Lernen, regionale Zusammenarbeit und Innovationsprozesse zur Klimaanpassung – erstmals gezielt auf den schulischen Kontext.
Ziel des Projekts ist es, Schüler:innen je einer Volksschule und Mittelschule in den ausgewählten Regionen über zwei Schuljahre hinweg zu befähigen, wissenschaftliche Ansätze zu Klimawandel und regionalen Auswirkungen zu verstehen, eigene Beobachtungen systematisch zu erfassen und gemeinsam mit Gemeinden und Innovationsbetrieben konkrete Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Dadurch erwerben sie Kompetenzen im Sinne der Futures Literacy, stärken ihre Selbstwirksamkeit und leisten einen aktiven Beitrag zu Klimaresilienz in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld.
Konkret zielt das Projektvorhaben P2R_mS darauf ab, dass Kinder und Jugendliche
1. in Kooperation mit Partner:innen aus der Wissenschaft ein Grundverständnis für den Klimawandel und daraus resultierenden Herausforderungen (Risiken und Chancen) entwickeln,
2. in Kooperation mit Partner:innen aus innovationsorientierten Firmen Lösungen zur Klimawandelanpassung erarbeiten und
3. in Kooperation mit Partner:innen aus den Gemeinden diese Maßnahmen diskutieren und zur Umsetzung zu bringen.
Die Bildungsaktivitäten, die acht Bildungseinheiten in zwei Schuljahren mit den sechs Schulklassen umfassen, verbinden forschendes, messbasiertes und reflexionsorientiertes Lernen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Förderung naturwissenschaftlicher und MINT-Kompetenzen: Die Schüler:innen führen eigene Messungen zu Temperatur, Strahlung, Wasserhaushalt oder Bodenfeuchte durch, werten Daten aus, erstellen einfache Analysen, vergleichen Zeitreihen und entwickeln Hypothesen, die sie im Schulumfeld oder bei Exkursionen überprüfen. Die Kinder und Jugendlichen erleben so wissenschaftliches Arbeiten unmittelbar im eigenen Lebensumfeld.
Ergänzend werden Methoden der Zukunftsorientierung eingesetzt – etwa die vom Futurium entwickelte Zukunftsbox, die das Denken in Szenarien, das Erkennen von Risiken und Chancen sowie die Entwicklung erstrebenswerter Zukunftsbilder unterstützt. Mit gestaltungsorientierten Ansätzen wie Design Thinking entwickeln die Schüler:innen schließlich kreative Lösungsansätze, bauen erste Prototypen, planen konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Klimaresilienz und setzen diese gemeinsam um. Dadurch entsteht eine enge Verzahnung von naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung, Reflexion und praktisch orientierter Gestaltungskompetenz.
Abstract
The project „Pathways2Resilience macht Schule“ (P2R_mS) strengthens pupil's knowledge of climate change and climate adaptation and anchors climate resilience as an action-oriented educational topic in three regions of Tyrol (Stubaital, Seefelder Plateau, and region of Hall i.T.). The starting point is the realization that children and young people are increasingly directly affected by climate risks such as heat, natural hazards, and changes in regional tourism—and that their perspectives and experiential knowledge can make an important contribution to a resilient future.
P2R_mS ties in with regional initiatives in the European Pathways2Resilience programme (https://www.pathways2resilience.eu/) and, for the first time, specifically applies its basic principles — joint learning, regional cooperation, and innovation processes for climate adaptation — to the school context.
The aim of the project is to enable pupils in the project regions to understand scientific approaches to climate change and regional impacts, systematically record their own observations, and develop concrete adaptation measures together with municipalities and innovative companies over two school years. In this way, they acquire skills in the sense of futures literacy, strengthen their self-efficacy, and make an active contribution to climate resilience in their immediate living environment.
Specifically, P2R_mS aims to enable children and young people
1. to develop a basic understanding of climate change and the resulting challenges (risks and opportunities) in cooperation with partners from the scientific community,
2. to develop solutions for climate change adaptation in cooperation with partners from innovation-oriented companies, and
3. to discuss these measures and implement them in cooperation with partners from the communities.
The educational activities, which comprise eight educational units in two school years with six school classes, combine research-based, measurement-based, and reflection-oriented learning. A central focus is the promotion of scientific and STEM competencies. The pupils actively engage in their own empirical investigations, collecting environmental data, analysing results, comparing patterns over time, and developing hypotheses that they test in the school environment or during field excursions. In this way, the children and young people experience scientific inquiry directly in their immediate living environment.
In addition, future-oriented methods are applied — such as the Future Box developed by Futurium, which fosters scenario thinking, the identification of risks and opportunities, and the development of desirable future visions. Through design-oriented approaches such as design thinking, the pupils ultimately develop creative solutions, build initial prototypes, plan concrete measures to strengthen climate resilience, and implement them collaboratively. This creates a close interplay between scientific knowledge acquisition, reflection, and hands-on design skills.