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ÖV Kapfenberg-Bruck

Stadtverkehr Kapfenberg / Bruck an der Mur: 100% emissionsfrei

Programm / Ausschreibung EBIN II – 8. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 01.01.2026 Projektende 31.12.2029
Zeitraum 2026 - 2029 Projektlaufzeit 48 Monate
Projektförderung € 1.671.000
Keywords

Projektbeschreibung

Die Mürztaler Verkehrsgesellschaft m.b.H. (MVG) befindet sich im Besitz der Stadtgemeinde Kapfenberg und beabsichtigt mit diesem Projekt 3 batterieelektrische Solobusse mit einer Länge von 12 Metern sowie 3 batterieelektrische Midibusse für den Stadtverkehr in den obersteirischen Nachbarstädten Kapfenberg und Bruck/Mur anzuschaffen. Der Stadtverkehr wurde in den Jahren 1944 bis 2002 bereits mit elektrischen Obussen betrieben und jetzt sollen die eingesetzten Dieselbusse wieder durch elektrische Busse ersetzt werden.

Die 3 Solobusse werden vorwiegend auf der sogenannten „Hauptlinie“ (Linie 1) den östlichen Stadtrand von Kapfenberg über das Kapfenberger Zentrum mit dem Hauptplatz der Stadtgemeinde
Bruck/Mur verbinden und dabei auch die verkehrspolitisch bedeutenden Bahnhöfe Kapfenberg und Bruck/Mur erschließen.
Zahlreiche Schulen und große Wohngebiete sind entlang dieser Linie situiert. In den Städten Kapfenberg und Bruck/Mur leben zusammen 35.000 Menschen und es gibt alleine in der
Industrie weit über 10.000 Arbeitsplätze mit zahlreichen Einpendler:innen. Die Midibusse werden die Fahrleistung im übrigen Stadtverkehrsnetz ergänzen.

Mit 3 bisherigen Projekten wurden im Rahmen von EBIN schon der gesamte Citybusverkehr, der die Wohngebiete mit den jeweiligen Stadtzentren verbindet, auf batterieelektrische Citybusse umgestellt und mit diesem Projekt von EBIN 8 wird jetzt jener Teil des Stadtverkehrs auf batterieelektrische Busse umgestellt, der von den Fahrgästen am meisten genützt wird.

Danach ist der Stadtverkehr in Kapfenberg und Bruck/Mur vollständig elektrifiziert.
Gemeinsam mit den 6 neuen Bussen besitzt die MVG dann 19 batterieelektrische Busse, wobei die ersten batterieelektrischen Citybusse bereits ab Jänner 2019 in den Regelbetrieb
gegangen sind. Die MVG gehörte damals zu den ersten Verkehrsunternehmen in Österreich, die batterieelektrische Busse nicht im Versuch sondern im Regelbetrieb eingesetzt haben und
die Erfahrungen sind durchaus positiv.

Als Infrastruktur sind in der Betriebsstätte der MVG, dem sogenannten Dienstleistungszentrum Kapfenberg (DLZ), zwei Hypercharger mit 300 kWh Ladeleistung und je 2 Ladepunkten sowie der Umbau der Trafostation geplant. Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden vorhandene Abstellflächen genützt und es kommt zu keiner weiteren Bodenversiegelung.

Die neuen Busse sind von der Batteriegröße so konzipiert, dass jeweils ein kompletter Umlauf am Vormittag bzw. am Nachmittag damit gefahren werden kann und die Busse abwechselnd einmal
am Tag zwischen dem Vormittag- und Nachmittagsdienst zeitversetzt zwischengeladen werden. Zur Zwischenladung wird der lokal vorhandene Wind- bzw. Solarstrom genutzt, welcher üblicherweise in der Region im Überschuss vorhanden ist.
Insgesamt sollen die 6 neuen Busse pro Jahr 300.000 Nutzwagenkilometer im Stadtverkehr zurücklegen und dabei 220 Tonnen CO2 jährlich einsparen.