E-LKW Eventlogistik
Emissionsfreier E-LKW mit Spezialwechselbrücken und Ladeinfrastruktur für nachhaltige Event- und Möbeltransporte
| Programm / Ausschreibung | ENIN-14. Ausschreibung | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 02.02.2026 | Projektende | 01.08.2028 |
| Zeitraum | 2026 - 2028 | Projektlaufzeit | 31 Monate |
| Projektförderung | € 159.035 | ||
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Die Gomi Zelte & Mietmöbel GmbH, ursprünglich 1993 gegründet und seit 2009 in aktueller Rechtsform tätig, plant die Anschaffung eines batterieelektrischen 26-Tonnen-LKWs mit Spezialwechselbrücke, Mitnahmestapler-Aufnahme, gelenkter Nachlaufachse, sowie den Aufbau einer eigenen Schnellladeinfrastruktur. Der E-LKW ersetzt einen bestehenden Diesel-LKW und reduziert die jährlichen CO₂-Emissionen bei 25.000 km Fahrleistung um rund 20–24 Tonnen. Zusätzlich werden lokale Luftschadstoffe und Lärm vollständig vermieden.
Das Fahrzeug wird vorrangig im dichtbesiedelten Wiener Stadtgebiet eingesetzt, wo insbesondere Nacht- und Frühzustellungen die Lebensqualität von Anrainerinnen und Anrainern stark belasten, kommt aber ebenso regelmäßig im Wiener Umland zum Einsatz. Eine Besonderheit stellt die 6x2-Achskonfiguration mit gelenkter Nachlaufachse dar, die besonders in der Innenstadt und bei beengten Verkehrssituationen benötigt wird. Es besteht eine Präferenz für das Modell Scania P400 BEV, das diese Anforderungen besonders gut erfüllt.
Um die Praxistauglichkeit sicherzustellen, wurden bereits Probefahrten mit verschiedenen E-LKW-Modellen durchgeführt. Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Fahrverhalten konnten dabei erfolgreich getestet werden, wodurch die Eignung für unser Einsatzprofil bestätigt wurde.
Die Ladeinfrastruktur (180 kW Schnellladestation) wird am Standort Wien errichtet, direkt an eine bestehende 55 kWp Photovoltaikanlage gekoppelt und durch einen 100 % Ökostromvertrag abgesichert. Zusätzlich ist ein weiterer Ausbau um 80 kWp PV in Wien geplant, während am Standort Wolkersdorf eine bestehende 85 kWp PV-Anlage künftig durch ein Windrad ergänzt wird. Beide Standorte sollen über eine Energiegemeinschaft verbunden werden, um die Eigenversorgung zu optimieren und die Unabhängigkeit von externen Energiebezügen zu erhöhen. Damit ist ein bilanziell klimaneutraler Betrieb gewährleistet.
Besonderheit ist die lange Lebensdauer unserer Fahrzeuge: LKWs bleiben bei uns 20 bis 25 Jahre im Einsatz und werden nicht ersetzt, weil sie defekt sind, sondern weil Umweltauflagen ihren weiteren Betrieb zunehmend einschränken. Vor diesem Hintergrund ist es ökonomisch und ökologisch sinnvoll, schon heute in emissionsfreie Technologie zu investieren, um zukunftsfit zu sein. Ohne Förderung wäre die Anschaffung nicht darstellbar, mit Förderung wird sie sofort möglich.
Das Projekt leistet damit einen messbaren Beitrag zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs, zur Erreichung der Klimaziele und zur Verbesserung der Lebensqualität in städtischen Gebieten.