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Culligan Cycle2Zero

Culligan Cycle2Zero - Elektrischer Null-Emissions-Logistikkreislauf für 19Liter-Mehrweg-Gebinde in der Wasserbranche

Programm / Ausschreibung ENIN-13. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 01.10.2025 Projektende 30.04.2026
Zeitraum 2025 - 2026 Projektlaufzeit 7 Monate
Projektförderung € 236.060
Keywords

Projektbeschreibung

Das Projekt „Culligan Cycle2Zero – Elektrischer Null-Emissions-Logistikkreislauf für 19-Liter Mehrweg-Gebinde“ zielt auf die vollständige Elektrifizierung der Logistik von Culligan Austria ab und setzt damit neue Maßstäbe für die nachhaltige Wasserversorgung in Österreich.

Im Rahmen des Projekts werden zwei neue emissionsfreie Nutzfahrzeuge angeschafft: eine vollelektrische Sattelzugmaschine vom Typ MAN eTGX (44 t) für den überregionalen Transport sowie ein vollelektrischer Verteiler-LKW vom Typ MAN eTGL (12 t) für den innerstädtischen Lieferverkehr in Wien. Die geplante Inbetriebnahme der Fahrzeuge erfolgt nach Förderzusage voraussichtlich ab April 2026. Der Einsatz erstreckt sich vom Produktionsstandort Thalheim bei Pöls bis zum städtischen Verteilerlager in Wien, sowie direkt zu den Endkunden.

Als Antriebstechnologie wurde die neueste Generation von Hochleistungs-Elektrofahrzeugen gewählt: Der MAN eTGX ist mit einem 330 kW-Antrieb und einer nutzbaren Batteriekapazität von etwa 480 kWh ausgestattet und erreicht eine Reichweite von bis zu 500 km pro Ladung. Der MAN eTGL verfügt über 210 kW Leistung und eine Batterie von 267 kWh, womit Reichweiten von bis zu 235 km im Stadtgebiet erzielt werden können.

Zur Sicherstellung eines effizienten Betriebs wird an beiden Hauptstandorten Ladeinfrastruktur geschaffen. In Thalheim steht eine Schnellladestation mit 200 kW Leistung zur Verfügung, gespeist aus der eigenen Photovoltaikanlage. Am Verteilerstandort in Wien wird ebenfalls eine 200 kW-Ladestation errichtet, wobei eine Pufferspeicher-Batterie verwendet wird, um das Netz zu entlasten und Ladezeiten trotz limitierter Netzzuleitung zu minimieren.

Durch die Umstellung von Diesel- auf Elektrofahrzeuge und den Betrieb mit Ökostrom werden jährlich rund 61 Tonnen CO₂ eingespart. Über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren entspricht dies einer Gesamteinsparung von etwa 305 Tonnen CO₂. Das Projekt liefert damit einen messbaren Beitrag zu den österreichischen Klimazielen, verbessert Luftqualität und Lärmbelastung im urbanen Raum und dient als Vorbild für die nachhaltige Transformation innerhalb der Getränkebranche. Darüber hinaus setzt das Projekt einen starken Impuls in Richtung Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft: Durch die Nutzung von langlebigen Mehrweg-Gebinden mit bis zu 80 Umläufen und einer Einsatzdauer von rund zehn Jahren werden große Mengen an Einweg-Plastikflaschen und damit verbundene Abfallströme vermieden. Indem die gesamte Logistikkette auf emissionsfreien Transport umgestellt wird und die ökologischen Vorteile des Mehrwegsystems sichtbar werden, wird für KonsumentInnen ein zusätzlicher Anreiz geschaffen, aktiv von Einwegverpackungen auf umweltfreundliche Mehrwegflaschen umzusteigen. Das Projekt leistet somit nicht nur einen Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen, sondern trägt auch nachhaltig zur Reduktion von Plastikabfällen im Getränkebereich bei und stärkt das Bewusstsein für ressourceneffiziente Konsumformen.