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E - Klein-Lkw

Elektrifizierung der Klein-Lkw-Flotte der Stadt Innsbruck

Programm / Ausschreibung ENIN-12. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 09.02.2026 Projektende 08.08.2028
Zeitraum 2026 - 2028 Projektlaufzeit 31 Monate
Projektförderung € 91.101
Keywords

Projektbeschreibung

Im Rahmen der nationalen Klimaschutzstrategie strebt die Landeshauptstadt Innsbruck an, bis 2040 klimaneutral zu werden. Als Pionierstadt setzt Innsbruck auf konkrete Maßnahmen, darunter die Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks. Dieser Schritt soll nicht nur emissionsfreie Mobilität ermöglichen, sondern auch als Vorbild für andere Städte sowie für die Bevölkerung und Wirtschaft dienen.
Der aktuelle Fuhrpark umfasst rund 190 Fahrzeuge, darunter Pkw, Transporter und Spezialfahrzeuge. Bereits 14 Pkw wurden auf vollelektrische Modelle umgestellt. Der nächste Schritt ist die Elektrifizierung der Klein-Lkw- und Pritschenwagen-Flotte, die überwiegend in der Stadtreinigung und Grünraumpflege eingesetzt wird. Konkret geht es um 45 Klein-Lkw der Fahrzeugklasse N1, insbesondere Piaggio Porter mit Benzinantrieb. Diese Fahrzeuge werden ausschließlich im Stadtgebiet eingesetzt. Die tägliche Fahrleistung liegt zwischen 60 und 150 km, mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von acht Jahren.
Die Elektrifizierung erfolgt schrittweise im Rahmen der regulären Ersatzbeschaffung. Die Vorbereitungen begannen vor drei Jahren mit einer Marktanalyse und Fahrzeugtests, die zeigten, dass viele elektrisch betriebene Klein-Lkw eher für innerbetriebliche Transporte konzipiert sind und nicht den Anforderungen des öffentlichen Verkehrs entsprechen. Erst 2025 konnte mit dem Piaggio Porter Npe ein Modell gefunden werden, das den Anforderungen entspricht.
Das Projekt startet 2026 und läuft über 30 Monate.
Geplant ist die Beschaffung von insgesamt elf vollelektrischen Klein-Lkw in drei Tranchen.
Die Fahrzeuge werden überwiegend im Einschichtbetrieb genutzt und sollen deshalb über Nacht im Zentralbauhof geladen werden. Dort wurde im Jahre 2024 mit 6.400 m² die größte PV-Anlage Innsbrucks in Betrieb genommen.
Geplant ist die Installation von 11 Ladesäulen mit je 11 kW in den Garagen sowie 2 Außenladesäulen mit je 22 kW am Bauhofareal.
Alle Ladepunkte werden in ein intelligentes Lastmanagementsystem eingebunden, um Lastspitzen zu vermeiden und den Energieverbrauch zu optimieren.
Auch die städtische Kfz-Werkstatt wird auf die wachsende Anzahl von Elektrofahrzeugen vorbereitet.
Die Umstellung auf Elektro-Klein-Lkw reduziert die CO₂-Emissionen signifikant. Bei einer jährlichen Fahrleistung von ca. 138.000 km ergibt sich eine Einsparung von etwa 31.300 kg CO₂ pro Jahr. Durch eine längere Lebensdauer der Elektrofahrzeuge werden zusätzlich CO₂-Reduktionen erwartet.
Innsbruck setzt mit der Elektrifizierung seiner Klein-Lkw-Flotte ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und trägt aktiv zur Erreichung der Klimaneutralität bei. Das Projekt ist ein Beispiel für eine zukunftsorientierte und umweltfreundliche Verwaltung und zeigt, wie öffentliche Institutionen den Klimaschutz aktiv fördern können.