Zum Inhalt

eLKW Hengl

4 eLKW für die Fa. Hengl Mineral zum Transport von Schüttgut und Rohstoffmaterialien.

Programm / Ausschreibung ENIN-13. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 01.04.2026 Projektende 30.09.2027
Zeitraum 2026 - 2027 Projektlaufzeit 18 Monate
Projektförderung € 685.968
Keywords

Projektbeschreibung

Die Hengl Mineral GmbH zählt zu den führenden Rohstoff- und Recyclingunternehmen Österreichs. Am Standort Limberg (NÖ) trägt das Unternehmen maßgeblich zur Baustellenversorgung im Großraum Niederösterreich/Wien bei. Aktuell sind 89 Mitarbeiter:innen beschäftigt, betrieben werden 21 firmeneigene LKWs und etwa 45 Baumaschinen.
Jährlich verarbeitet Hengl:
• rund 1.200.000 Tonnen mineralischer Rohstoffe (Kalkstein, Splitt, Sand etc.)
• ca. 200.000 Tonnen Baurestmassen (z. B. Beton, Ziegel, Asphalt), die zu hochwertigen Recyclingbaustoffen aufbereitet werden
Damit ist Hengl ein zentraler Partner der Bauwirtschaft und Vorreiter im Bereich Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.

Geplante Fuhrparkumstellung:
Mit dem vorliegenden Vorhaben verfolgt die Hengl Mineral GmbH das strategische Ziel, ihren Schwerlastfuhrpark sukzessive auf emissionsfreie Antriebe umzustellen. Dabei wird ein zweistufiges Konzept umgesetzt:
Die nun zur Förderung beantragte Phase 1 sieht den Ersatz von vier bestehenden Diesel-Sattelzugmaschinen der EURO-6-Klasse durch vier vollelektrische eLKWs (Mercedes-Benz eActros 600) samt Kippsattelauflegern vor. Parallel dazu wird am Standort Limberg eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur aufgebaut, bestehend aus zwei Schnellladepunkten (400 kW) und zwei Nachtladepunkten (50 kW). Die Ladepunkte sollen perspektivisch auch öffentlich nutzbar gemacht werden.

Geplante Umsetzung:
• Inbetriebnahme der E-LKWs: April 2026
• Errichtung der Ladeinfrastruktur: Anfang April 2026
• Geplante Ladeinfrastruktur am Standort Limberg:
o 2 × Alpitronic HYC400 (400 kW Ladeleistung)
o 2 × Alpitronic HYC50 (50 kW Ladeleistung)
• Die Ladeinfrastruktur soll auch öffentlich zugänglich sein.
• Phase 2, geplant ab Q3 2027, integriert die bereits vorhandene Photovoltaikanlage (650 kWp) sowie den Batteriespeicher (2.200 kWh) in die Ladeversorgung. Zudem ist die Elektrifizierung weiterer Fahrzeuge vorgesehen.

Klimarelevanz & CO₂-Einsparungen:
Der Straßengüterverkehr verursacht in Österreich jährlich etwa 9 Mio. Tonnen CO₂ (~28 % der Gesamtemissionen). Bei Hengl stammen rund 1.500 Tonnen CO₂ jährlich vorwiegend aus der LKW-Flotte und dem Maschinenpark.Mit der geplanten Maßnahme ergibt sich folgendes Einsparpotenzial:
• 65.000 km / Jahr / LKW → bei Ø Verbrauch 35 l / 100 km
• Dieselverbrauch (4 LKWs / Jahr): ca. 91.000 Liter
• CO₂-Ausstoß aktuell: 2.650 g CO₂ / Liter Diesel
• Einsparung CO₂ / Jahr: ca. 241.150 kg (241 Tonnen)
• Einsparung über 7 Jahre (Behaltefrist): 1.688.050 kg CO₂
→ Dies entspricht etwa dem durchschnittlichen CO₂-Jahresverbrauch von 100 österreichischen Haushalten.

Relevanz für Region & Innovation:
Diese Investition ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich zukunftsweisend:
• Sicherung der Rohstofflogistik für regionale Bauprojekte
• Beitrag zu nationalen Klimazielen gemäß NEKP und EU-Green Deal
• Modellcharakter durch Integration von E-Mobilität, Ladeinfrastruktur & perspektivischer Eigenstromversorgung