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E-LKW Graz (AP/BIO)

3 emissionsfreie Fahrzeuge öffentliche Sammlung AP/BIO in Graz

Programm / Ausschreibung ENIN-13. Ausschreibung Status laufend
Projektstart 30.04.2026 Projektende 29.11.2026
Zeitraum 2026 - 2026 Projektlaufzeit 8 Monate
Projektförderung € 430.774
Keywords

Projektbeschreibung

Die Servus Abfall Dienstleistungs GmbH ist für die öffentliche Sammlung von Altpapier und Bioabfall im Raum Graz verantwortlich.

Im Rahmen des Projekts ist – abhängig von den Ausschreibungsanforderungen und den letztlich gewonnenen Losen – die Beschaffung von bis zu drei vollelektrischen LKW (voraussichtlich Mercedes-Benz eActros 300 L) für die Sammlung im Stadtgebiet von Graz vorgesehen.

Durch den Erhalt der ENIN-Förderung könnte der Umstieg von HVO-Diesel auf einen vollelektrischen Antrieb erfolgen, der mit Strom aus regionalen Photovoltaikanlagen der Stadt Graz betrieben wird. Dies würde nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, sondern dank der Fördermittel zugleich Kosteneffizienz sichern – ein entscheidender Faktor vor dem Hintergrund der aktuellen Budgetsituation der Stadt Graz.

Servus konnte durch den laufenden Betrieb von E-Fahrzeugen im PKW-Bereich, also auch den testweisen Betrieb von E-LKWs und dem Einsatz eines H2-LKWs im Sammelbereich bereits umfangreiche Erfahrungen sammeln.
Die Fahrzeuge sind speziell für den urbanen Einsatz geeignet: enge Straßenzüge, häufige Stopps, kurze Distanzen. Sie ersetzen bestehende Diesel-LKWs (jährlich ca. 14.000 l Dieselverbrauch/Fahrzeug) und ermöglichen deutliche Emissions- und Lärmminderungen.

Die mobile Ladeinfrastruktur wird am Betriebshof errichtet. Ein mobiles Lastmanagementsystem ermöglicht die sequenzielle Ladung von bis zu vier Fahrzeugen über Nacht an einem zentralen Ladepunkt.

Technische Beschreibung:
Die Wahl fällt voraussichtlich auf den batterieelektrischen LKW der Marke Mercedes-Benz eActros 300 L.
+ hohe Energieeffizienz und niedrige Betriebskosten (0,22 €/kWh)
+ geräuscharm (bis zu 8 dB(A) leiser als ein vergleichbarer Diesel-LKW)
+ wartungsarm durch weniger Verschleißteile
+ Infrastrukturkosten im niedrigen Bereich (durch die Nutzung der bestehenden Netzkapazitäten entstehen nur geringe Umbaukosten)
+ Radstand sehr gering/ideal für städtisches Einsatzgebiet

Nachhaltigkeit:
Das Projekt trägt wesentlich zu den Zielen der Stadt Graz und der Zielsetzungen der Muttergesellschaften bei (Holding Graz, Saubermacher).

Ökologisch: deutliche CO2-Einsparung (siehe Berechnung lt. FFG-Portal), Reduktion lokaler Schadstoffe, weniger Lärm in Wohngebieten. Einsatz von Strom aus erneuerbarer Energie (Ausbau PV-Anlagen Haus Graz).

Sozial: Verbesserung der Lebensqualität für Anrainer durch geringere Lärm- und Geruchs-Belastungen.

Ökonomisch: Reduktion der laufenden Betriebskosten, Stärkung der regionalen Innovations- und Vorreiterrolle und Multiplikatoreffekt. Weitere Effizienzverbesserungen durch KI-gestützter Tourenoptimierung (Neuplanung Touren). Zudem ergeben sich durch den E-LKW potenzielle strategische Vorteile bei künftigen Ausschreibungen des Vertragspartners.

Rechtlich: Vorgaben der EU-Clean-Vehicles-Directive, mit Mindestanteil emissionsfreier Fahrzeuge bei öffentlichen Aufträgen kann frühzeitig erreicht werden.