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Local FM Radio Information Extractor for Crisis Monitoring and Response
| Programm / Ausschreibung | IWI 24/26, IWI 24/26, Basisprogramm Ausschreibung 2026 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.02.2026 | Projektende | 31.07.2027 |
| Zeitraum | 2026 - 2027 | Projektlaufzeit | 18 Monate |
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Der rechtzeitige Zugriff auf genaue Informationen ist für eine effektive Krisenüberwachung und -reaktion entscheidend, insbesondere in Regionen mit eingeschränkter digitaler Infrastruktur. Lokale UKW-Radiosender dienen betroffenen Gemeinden oft als primäre Quelle für Echtzeitinformationen und senden Warnungen, Updates und Informationen zum humanitären Bedarf. Der weitgehend unstrukturierte Charakter dieser Sendungen erschwert es Einsatzorganisationen jedoch, relevante Informationen systematisch zu extrahieren und entsprechend zu handeln.
Das Projekt „Local FM Radio Information Extractor“ begegnet dieser Herausforderung durch die Entwicklung einer End-to-End-Plattform, die UKW-Radiosendungen in Echtzeit erfasst, transkribiert und analysiert. Durch den Einsatz kostengünstiger Radioempfänger, Sprache-zu-Text-Transkription und natürlicher Sprachverarbeitung identifiziert das System automatisch krisenrelevante Informationen und wandelt sie in umsetzbare Erkenntnisse um. Dies ermöglicht humanitären Akteuren, aktuelle Ereignisse zu überwachen, neu auftretende Risiken zu erkennen und Interventionen effizient zu priorisieren.
Neben der Echtzeitüberwachung ist die Plattform so konzipiert, dass sie mit anderen Datenquellen wie Social-Media-Feeds, Feldberichten und Geodaten integriert werden kann, um das Lagebewusstsein durch die Datenfusion aus mehreren Quellen zu verbessern. Darüber hinaus legt das Projekt Wert auf ein sicheres und datenschutzbewusstes Design und unterstützt sowohl registrierte als auch anonyme Mitwirkende. Dadurch wird eine sichere Berichterstattung und der Schutz sensibler Informationen gewährleistet.
Durch die Umwandlung unstrukturierter UKW-Radioinhalte in strukturierte, verwertbare Daten ermöglicht das Projekt lokalen Behörden, NGOs und internationalen Organisationen, schneller und effektiver auf Krisen zu reagieren. Dies stärkt letztlich die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft und rettet Leben.