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Lagekarte.Online

Lagekarte.Online: Stärkung der Interoperabilität zwischen Einsatzorganisationen bei der Bewältigung von Ereignissen

Programm / Ausschreibung KIRAS, F&E-Dienstleistungen, KIRAS-K-Pass-KMU Innovation AKUT KIA F&E Dienstleistungen (FED KIA_2024) Status laufend
Projektstart 01.05.2025 Projektende 30.06.2026
Zeitraum 2025 - 2026 Projektlaufzeit 14 Monate
Keywords Katastrophen, Lagedarstellung, Einsatzabwicklung, Interoperabilität

Projektbeschreibung

Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Katastrophen und Krisensituationen stellt Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei und Behörden vor große Herausforderungen. Um schnelle und effiziente Entscheidungen treffen zu können, benötigen sie aktuelle und präzise Informationen in Echtzeit. Bisherige analoge und digitale Methoden der Lagedarstellung bei kritischen Ereignissen (Großschadenslagen oder Katastrophen) führen häufig zu einer fragmentierten Kommunikation zwischen den Organisationen. Lagekarte.Online schließt diese Lücke durch die Bereitstellung einer modernen, digitalen Plattform zur Lagedarstellung und Einsatzkoordination für die organisationsübergreifende Zusammenarbeit (Interoperabilität) und den Informationsaustausch. Die Produktinnovation liegt zum einen in der Möglichkeit, Informationen mit anderen Einsatzorganisationen, Behörden und Dritten auszutauschen, zum anderen in der technischen Innovation mit dem Datenbroker, der es ermöglicht, Daten, wie Lagedarstellung, Umweltdaten, Positionsdaten etc., über einen einzigen sicheren Kanal zwischen ansonsten isolierten Umgebungen zu übertragen. Diese Innovationen ermöglichen es Entscheidungsträgern, die Lage zu koordinieren, Gefahren frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen, was letztlich zu einer effizienteren Bewältigung von Krisen- und Katastrophensituationen beiträgt.

Abstract

The increasing frequency and intensity of disasters and crisis situations pose a major challenge to emergency organisations such as fire brigades, rescue services, police and government agencies. In order to make quick and efficient decisions, they need up-to-date and accurate information in real time. Traditional analogue and digital methods of presenting the situation during critical events (major incidents or disasters) often lead to fragmented communication between organisations. Lagekarte.Online closes this gap by providing a modern, digital platform for situational presentation and operational coordination for inter-organisational cooperation (interoperability) and information exchange. The product innovation lies on the one hand in the ability to exchange information with other emergency organisations, authorities and third parties, and on the other hand in the technical innovation of the data broker, which enables the transfer of data such as situation, environmental data, position data, etc. between otherwise isolated environments via a single secure channel. These innovations enable decision-makers to coordinate the situation, identify hazards early and make informed decisions, ultimately contributing to more efficient management of crisis and disaster situations.

Endberichtkurzfassung

Das Ziel des Projekts Lagekarte.Online lag in der Stärkung der organisationsübergreifenden Interoperabilität bei der Lagedarstellung und Bewältigung komplexer Schadenslagen, wobei die technische und konzeptionelle Software-Architektur konsequent auf die Wahrung der lokalen Datensouveränität ausgerichtet wurde. Der methodische Fokus lag auf einer Validierung mittels intensiver Usability-Tests. Die generierten Erkenntnisse der experimentellen Entwicklung adressieren (a) die architektonische Ausgestaltung eines Layer-basierten Freigabemodells zur Sicherstellung des sicheren Datenaustauschs sowie (b) den empirischen Nachweis der Akzeptanz niederschwelliger, browserbasierter Werkzeuge zur Lagedarstellung und Entscheidungsunterstützung.

Der wesentliche Erkenntnisgewinn manifestiert sich hierbei nicht in isolierten technischen Modulen, sondern in der systematischen Charakterisierung belastbarer Lösungsparadigmen, die im Zuge der Entwicklung prototypisch evaluiert und unmittelbar am operativen Bedarf der beteiligten Organisationen implementiert wurden.

Das Projekt überführt diese Ergebnisse in eine produktive Systemarchitektur, welche bereits im Dienstbetrieb der Bedarfsträger verankert ist. Der vorliegende Bericht dokumentiert die Realisierung der Kernziele Interoperabilität, datengestützte Entscheidungsbasis sowie lückenlose Dokumentation und belegt die erfolgreiche Überführung des Prototyps in ein einsatzfähiges System auf dem Niveau TRL 7.