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DekarbPharm

Branchenprojekt zur Dekarbonisierung der pharmazeutischen Industrie in Österreich

Programm / Ausschreibung IWI 24/26, IWI 24/26, Basisprogramm Ausschreibung 2025 Status laufend
Projektstart 01.01.2025 Projektende 31.12.2025
Zeitraum 2025 - 2025 Projektlaufzeit 12 Monate
Keywords

Projektbeschreibung

Treibende Motivation und Hintergrund für die Durchführung dieses Projektes ist die lang-fristige Reduktion der Treibhausgasemissionen, allen voran CO2, in der pharmazeutischen Industrie auf möglichst wirtschaftliche Art und Weise. Wesentliches Ziel des Projektes ist es, detaillierte Dekarbonisierungskonzepte für die teilnehmenden Unternehmen zu erarbeiten sowie draus einen Branchenleitfaden zur Dekarbonisierung der österreichischen Pharmastandorte abzuleiten. Zusätzlich soll für die Branche ein Berechnungstool entwickelt werden, mit dem auch für andere Standorte Maßnahmen zur Dekarbonisierung indentifiziert werden können.

Endberichtkurzfassung

Kurzfassung der Projektergebnisse



Kurzfassung der erreichten Projektergebnisse:

Die schrittweise Dekarbonisierung der Industrie spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Besonders die pharmazeutische Industrie steht vor der Herausforderung, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren, ohne dabei die streng regulierten Produktionsprozesse zu beeinträchtigen. Im Rahmen des Projekts DekarbPharm wurde zwischen 2022 und 2025 untersucht, welche Effizienzmaßnahmen und Energiequellen eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung spielen können.



Technologiebericht

Im Zuge des Projektes wurde ein Technologiescreening für die Dekarbonisierung der Wärmesysteme pharmazeutischer Produktionsprozesse durchgeführt. Das Screening wurde anschließend in einem Technologiebericht dargestellt, der einen Überblick über den Stand der Technik gibt und mögliche Technologieoptionen aufzeigt. Die einzelnen Technologiebeschreibungen wurden, wenn verfügbar, um Herstellerinformationen ergänzt.



Branchenleitfaden

Der Branchenleitfaden zur Dekarbonisierung pharmazeutischer Produktionsbetriebe beschreibt, wie Energieeffizienzmaßnahmen und die kostenoptimierte Dekarbonisierung der Energiebereitstellung zusammenspielen. Die Analyse erfolgt entlang einer schrittweisen Transformationsstrategie, wobei für jede Phase die jeweils geeignete Systemkonfiguration herausgearbeitet wird.



Standortspezifische Leitfäden

Ähnlich dem Branchenleitfaden wurden für die einzelnen am Projekt teilnehmenden Produktionsstandorte spezifische Analysen zur schrittweisen Dekarbonisierung durchgeführt und in Form von Reports den jeweiligen Unternehmen übermittelt.



Roadmap zur Optimierung von HVAC-Systemen in pharmazeutischen Reinräumen

Im dritten Projektjahr wurden vor allem energieintensive HVAC-Anlagen gezielt untersucht, um sinnvolle Effizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu identifizieren. Die Analyse berücksichtigte typische Bedingungen aus der betrieblichen Praxis und zeigte Verbesserungspotentiale für bestehenden Anlagen und Neuinstallationen auf. Der HVAC-Leitfaden fasst diese Erkenntnisse verständlich zusammen und zeigt auf, welche Maßnahmen technisch, wirtschaftlich sinnvoll sind und gleichzeitig zu einer Reduktion der CO2-Emissionen beitragen.



Flexible Assets in pharmazeutischen Produktionsbetrieben

Ein Schwerpunkt lag auf der Untersuchung flexibler Anlagen und Prozesse, die eine zeitliche Verschiebung des Energiebedarfs und die Reduktion von Lastspitzen ermöglichen. Dafür wurden geeignete technische Optionen – darunter Speicher, regelbare Verbraucher und anpassbare Prozessschritte – bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass flexible Betriebsstrategien den Energieeinsatz deutlich glätten und die Nutzung erneuerbarer Energie verbessern können. Der Leitfaden bündelt diese Erkenntnisse und beschreibt, welche Ansätze technisch und wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sind.



Online-Dekarbonisierungstool

Das im Projekt entwickelte Online-Optimierungstool ermöglicht pharmazeutischen Produktionsbetrieben die Evaluation individueller Dekarbonisierungspfade. Auf Basis standortspezifischer Daten können kostenoptimierte Maßnahmenkombinationen berechnet, Effizienzpotenziale bewertet und unterschiedliche Technologieoptionen simuliert werden.



Disseminierungstätigkeit

Im Zuge des Projektes wurden zahlreiche Vorträge bei branchenrelevanten Veranstaltungen gehalten, Beiträge für wissenschaftliche Konferenzen erstellt und ein wissenschaftlicher Artikel in einem Fachmagazin veröffentlicht. Darüber hinaus wurden die Projektergebnisse im Rahmen eines Webinars sowie laufend über begleitende Kommunikations- und Publikationsmaßnahmen der pharmazeutischen Industrie zugänglich gemacht. Auf der Projektwebsite (https://dekarbpharm.ait.ac.at) werden sämtliche im Projekt erarbeiteten Berichte dauerhaft zum Download zur Verfügung gestellt.