Emissionsarme Events
Emissionsarmes Eventmanagement als Standard in der B2B-Eventbranche etablieren
| Programm / Ausschreibung | IWI 24/26, IWI 24/26, Impact Innovation Ausschreibung 2025 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.04.2025 | Projektende | 30.06.2026 |
| Zeitraum | 2025 - 2026 | Projektlaufzeit | 15 Monate |
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Wiedereinreichung: Antragsnummer 52839310 Nachhaltige Events, Impact innovation
Problem:
B2B-Events sind emissionsintensiv und emittieren durchschnittlich 300-500 kg THG pro Teilnehmer:in. 2023 waren außerdem erst 0,6% aller öst. B2B Events emissionsarm oder als Green Events zertifiziert. Bei dem aktuellen Tempo würde es noch 6.851 Jahre dauern, alle Events emissionsarm umzusetzen.
Auswirkungen:
Allein B2B Events sind für etwa 1%* der nationalen Emissionen Österreichs verantwortlich ist! Im Vergleich: der Flugverkehr macht 3,8%** der nationalen Emissionen aus.
Identifizierte Ursachen:
Der hohe Zeitaufwand durch veraltete Zertifizierungssoftware, mangelnde systematische Ansätze und fehlende Emissionsdaten erschweren die präzise Reduktion von Treibhausgasen. Die Bedeutung dieser Emissionen wird oft unterschätzt, nicht zuletzt wegen unzureichender Bildungsangebote und fehlender technischer Tools. Widerstand gegen Veränderungen in etablierten Strukturen, ein durch die Pandemie verschärfter Fachkräftemangel und komplexe Stakeholder-Strukturen hindern ebenfalls an Fortschritten.
Gesamtziel:
Die Treibhausgasemissionen der B2B-Eventbranche in Österreich sollen bis zum Jahr 2030 um mindestens 10% reduziert werden.
FFG-Projektziel:
Durch systematisches Vorgehen und unter Einbindung relevanter Zielgruppen & Stakeholder sollen innovative Lösungen und eine Roadmap entwickelt werden, um die B2B-Eventbranche dabei zu unterstützen ganzheitliche emissionsmindernde Maßnahmen großflächig zu etablieren.
Wer:
Das Projekt wird vom Sustainable Events Club durchgeführt, gegründet von der international bekannten Expertin für nachhaltige Veranstaltungen, Sarah Sommerauer. Sarah ist Speakerin, Gastdozentin an mehreren Hochschulen, Beraterin und Freelance Eventmanagerin für nachhaltige Events. Der Sustainable Events Club steht international in einer einzigartigen Position und hat bereits ein Netzwerk aus über 30 weiteren nachhaltigen EventexpertInnen und Ressourcen aufgebaut, auf welche zurückgegriffen werden kann.
Endberichtkurzfassung
Im Projekt „Emissionsarme Events“ wurden neue Lösungsansätze entwickelt, um B2B-Events in Österreich künftig emissionsärmer und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig zu planen und umzusetzen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass in der Eventbranche bereits viel Wissen über emissionsarme Maßnahmen vorhanden ist, diese jedoch noch nicht breit in der Praxis angewendet werden. Das Projekt untersuchte daher, welche strukturellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Barrieren die Umsetzung verhindern.
Im Rahmen eines mehrstufigen Innovationsprozesses wurden deutlich über 100 Akteur:innen aus der Eventbranche, darunter Veranstalter:innen, Eventagenturen, Unternehmen, Convention Bureaus, Locations, Dienstleister:innen, Zertifizierungsstellen, Wissenschaft und Klimaschutzexpert:innen eingebunden. Die Analyse zeigte, dass emissionsarme Maßnahmen häufig erst spät in bestehende Eventkonzepte integriert werden und dadurch als zusätzlicher Aufwand oder Kostenfaktor wahrgenommen werden. Weitere zentrale Hürden sind Zeitmangel, fehlende Datengrundlagen, geringe organisatorische Verankerung, wirtschaftliche Unsicherheit und komplexe Stakeholderstrukturen.
Als zentrales Projektergebnis wurde eine neue Methode für zukunftsfähiges Event Design entwickelt. Sie unterstützt Veranstalter:innen dabei, emissionsarme und wirtschaftliche Entscheidungen bereits in der frühen Konzeptionsphase mitzudenken. Die Methode wurde verschriftlicht, in ein Workbook überführt und in zwei Pilotphasen getestet und weiterentwickelt.
Zusätzlich wurden zwei ergänzende Lösungsansätze erarbeitet: ein organisationsbezogenes Membership- bzw. Unterstützungsmodell, das nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Teams und Unternehmen bei der Umsetzung emissionsarmer Eventorganisation begleitet, sowie ein erster Ansatz für ein branchenspezifisches CO 2 -Bilanzierungs- bzw. Eventtool. Dieses soll künftig helfen, Emissionen einfacher zu erfassen, relevante Hebel sichtbar zu machen und Entscheidungen datenbasierter zu treffen.