Dörferlinie 500er
29 Busse für den Regionalverkehr Innsbruck
| Programm / Ausschreibung | EBIN (Emissionsfreie Busse) Ausschreibung 2023/02 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.01.2024 | Projektende | 31.12.2025 |
| Zeitraum | 2024 - 2025 | Projektlaufzeit | 24 Monate |
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Die Dörfer Rum, Thaur, Absam, Mils und Hall liegen östlich von Innsbruck in der Inntalfurche bzw. im ansteigenden Hang Richtung Nordkette und sind Teil des dichtbesiedelten „Speckgürtels“ um die Landeshauptstadt. Dementsprechend stark frequentiert sind die Verkehrswege. Mit der Neuvergabe des ÖV für die kommenden 10 Jahre sollen alle Busse dieses Innsbrucker Regionalverkehrs als E-Busse unterwegs sein. Die Linien 501, 502, 502N, 503 und 504 verbinden diese Umlandgemeinden als sogenannte Dörferlinien mit der Landeshauptstadt. Für die Umstellung sollen insgesamt 21 batterieelektrischen Solobussen von 12m Länge sowie 8 Gelenksbusse mit 18m Länge beschafft werden. Die Linien bieten eine dicht getaktete, fast urbane öffentliche Anbindung für viele Pendler:innen und Schüler:innen, die von Osten her nach Innsbruck einpendeln oder auch die von der Stadt in die Gewerbegebiete in der Inntalfurche östlich von Innsbruck pendeln. Wichtig dabei ist auch die enge Verzahnung mit anderen regionalen Buslinien sowie die Anbindung an den Bahnhof Innsbruck. Mit dem 502N wird auch ein Nachtbus angeboten. Nur durch ein attraktives Angebot der Linien kann eine Entlastung der stark befahrenen Zufahrtsstraßen nach Innsbruck erreicht werden. Neben der Beschaffung der Busse wird auch die Ladeinfrastruktur im Rahmen des Vergabeverfahrens vom Verkehrsunternehmen errichtet. Das Laden der 21 Solobusse soll dabei über CCS-Stecker erfolgen, dafür werden 11 Ladestationen mit einer Leistung von 150 kW und je 2 Ladepunkte benötigt. Die Ladung der 8 Gelenkbusse ist über bottom-up-Pantograf geplant, die entsprechende Ladeinfrastruktur umfasst 4 Ladestationen mit je 300 kW. Für die Beschaffung der Busse wurden 18.834.540 € budgetiert, für die Errichtung der Ladeinfrastruktur 6.177.750 €. In 5 Jahren beläuft sich die Summe der Nutzwagenkilometer auf 7.078.285 km. Die CO2-Ersparnis für die Dekarbonisierung der Dörferlinien beträgt in 5 Jahren beträgt rund 7.118 t
Endberichtkurzfassung
Kurzfassung Ergebnisse
E-Bus-Projekt Dörferlinie 500er_Region Innsbruck/Tirol
Der Zuschla g für die Umsetzung dieses Projektes wurde der Ledermair Gruppe am
28. 05. 2024 von der Verkehrsverbund Tirol GmbH erteilt.
Planungsbeginn Ledermair für die Umsetzung des Projektes war Juni 2024.
Starttermin mit allen baulichen Maßnahmen und dem Aufbau der Ladeinfrastruktur am
neuen E-Bus-Standort Thaur war Februar 2025.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der vkw/Kempower-Ladeinfrastruktur erfolgte
Anfang September 2025 (04. 09. 2026).
2 MAN-E-Busse (12/18m) wurden im September 2025 für die Test- und Einschulungsphase
an Ledermair übergeben.
Bis zum 20. 11. 2025 wurden alle 27 MAN-E-Busse an Ledermair ausgeliefert und auf die
Ledermair Holding GmbH zugelassen und im Anlagevermögen aktiviert.
Projektdaten:
Grundstücksfläche Thaur 6.241 m² (Baurechtsvertrag mit Eigentümer)
27 MAN - E-Busse (19 x 12 m E/8 x 18 m E)
Ladeinfrastruktur
Gesamtleistung 2,4 MW
4 Kempower Leistungseinheiten a` 500 kw (erweiterbar auf 600 kw)
28 Ladepunkte
Intelligentes Lastmanagement mit Chargeye
Betriebsführung der Ladeinfrastruktur durch die vlotte-vkw GmbH
Wartung der LIS durch vlotte-vkw GmbH (Wartungsvertrag)
Fahrplanbasiertes Lademanagement inkl. Vorkonditionierung der Busse
Betriebskostenoptimierung
Nutzwagenkilometer: 1.557.335 km/Jahr
Die planmäßige Inbetriebnahme (Fahrbetrieb mit E-Bussen) erfolgte am 14. 12. 2025.
Der Ledermair Standort Thaur stellt aktuell das größte E-Bus-Depot in Tirol dar.
Mag. Johann Bauer
Projektleitung/Finanzen-Controlling
Ledermair Holding GmbH
Schwaz