PARADIES
Performative Bürgerbeteiligung und Transformationspfade für Klima, Gesundheit und demografischen Wandel
| Programm / Ausschreibung | Digitale Technologien, Digitale Technologien, Digitale Lösungen für Mensch und Gesellschaft Ausschreibung 2022 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.10.2023 | Projektende | 31.05.2026 |
| Zeitraum | 2023 - 2026 | Projektlaufzeit | 32 Monate |
| Keywords | Klimaanpassung, Gesundheitskompetenz, geteilte Verantwortung, sorgende Nachbarschaft | ||
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes PARADIES nehmen wir gemeinsam mit alten Menschen und ihren (pflegenden) Angehörigen (primäre Zielgruppe) sowie relevanten Stakeholder:innen, die gesellschaftlichen Herausforderungen Klimaerhitzung, Gesundheitsförderung und demografischer Wandel zusammen in den Blick. Gemeinsam mit den Zielgruppen erarbeiten wir anhand von performativen Beteiligungsmethoden Lösungsansätze, die auf das eigene Verhalten und die Akzeptanz abzielen, hin zu einer gesundheitsfördernden, klimafitten und sorgenden Nachbarschaft. Für exemplarisch ausgewählte Lösungsansätze werden in weiterer Folge die strukturellen Transformationspfade mit den relevanten Stakeholder:innen definiert, die notwendig sind, damit Lösungsansätze auch in der Praxis ankommen können. Wie digitale Technologien dabei als Unterstützung zum Einsatz kommen können, stellt eine zentrale Fragestellung im Projektvorhaben dar.
Als Outcome unseres Projektes gehen innovative Konzepte mit Lösungsansätzen hervor, wie Nachbarschaften gleichermaßen das Klima schützen, die Gesundheit fördern und die Menschen sorgend in geteilter Verantwortung miteinander umgehen können. Diese Lösungsansätze werden sowohl die individuelle (Verhaltensweisen, Bewältigungsstrategien, Akzeptanz), als auch die strukturelle Ebene (Transformationspfade) und digitale Technologien als Unterstützer berücksichtigen. Durch die Einbindung von Endanwender:innen, das Anknüpfen an bestehende (lokale) Netzwerke und Initiativen sowie digitale Angebote können die Projektergebnisse nachhaltig in der Praxis verankert werden.
Abstract
In the PARADIES project, we work together with elderly people and their (caring) relatives (primary target group) as well as relevant stakeholders to address the social challenges of climate heating, health promotion and demographic change. Together with the target groups, we will use performative participation methods to develop approaches to solutions that target their own behavior and acceptance, towards a health-promoting, climate-friendly and caring neighborhood. For selected examples of solutions, we will then define the structural transformation paths with the relevant stakeholders that are necessary for the solutions to be implemented in practice. How digital technologies can be used to support this process is a central question in the project.
The outcome of our project will be innovative concepts with approaches to solutions for how neighborhoods can protect the climate, promote health and enable people to take care of each other in a spirit of shared responsibility. These solutions will consider both the individual level (behaviors, coping strategies, acceptance) and the structural level (transformation pathways) and digital technologies as supporters. By involving end users, linking up with existing (local) networks and initiatives, as well as digital offerings, the project results can be sustainably anchored in practice.
Endberichtkurzfassung
Das Projekt PARADIES entwickelte praxisorientierte Lösungen für gesundheitsfördernde, klimafitte und sorgende Nachbarschaften, mit besonderem Fokus auf selbstständiges und sozial eingebundenes Altwerden in Gemeinden. Gemeinsam mit älteren Menschen, Gemeinden und weiteren Stakeholder:innen wurden konkrete Maßnahmen, Transformationspfade und Praxisleitfäden für die Pilotgemeinden Wiener Neudorf und Klosterneuburg erarbeitet.
Als zentrale Ergebnisse des Projekts gehen praktische Anleitungen für Gemeinden hervor, wie sie selbstständiges und eingebundenes alt werden unterstützen können. Diese Anleitungen umfassen etwa eine strukturierte Maßnahmensammlung, die Themen wie Mobilität, soziale Teilhabe, öffentliche Räume, Gesundheitsförderung, Klimaresilienz sowie digitale Unterstützung behandeln. Die Maßnahmen wurden gemeinsam mit älteren Menschen entwickelt, mit Gemeinden auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und entlang von Transformationspfaden sowie Handlungsfeldern systematisch aufbereitet. Ergänzend wurde ein praxisnaher Umsetzungsrahmen auf Basis des adaptierten PUBA-Zirkels („Planen – Umsetzen – Bewerten – Anpassen“) entwickelt, der Gemeinden dabei unterstützt, Maßnahmen schrittweise und nachhaltig umzusetzen.
Darüber hinaus entstand ein generischer Praxisleitfaden, der österreichischen Gemeinden eine konkrete Anleitung bietet, wie partizipative Prozesse für altersfreundliche, klimaresiliente und gesundheitsfördernde Gemeindeentwicklung gestaltet werden können. Für die beiden Pilotgemeinden wurden zusätzlich spezifische Konzepte mit lokal angepassten Handlungsfeldern und Maßnahmen erarbeitet.
Im Bereich digitaler Technologien wurden bestehende Tools zu Gesundheitsförderung, Caring Communities und Klimawandelanpassung erhoben und gemeinsam mit Zielgruppen, Stakeholder:innen und Expert:innen bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Anwendungen unterstützend wirken können, etwa durch Informationsplattformen, digitale Karten oder Beteiligungstools. Gleichzeitig wurde deutlich, dass persönliche Begegnung und soziale Vernetzung insbesondere für ältere Menschen zentral bleiben.
Die Projektergebnisse wurden umfassend verbreitet, unter anderem durch Webseitenbeiträge, Newsletter, Social-Media-Kommunikation, Webinare, Konferenzbeiträge sowie ein eigenes Lehrgangsmodul für Gemeindevertreter:innen. Zusätzlich wurden praxisorientierte Materialien wie Folder, Poster und Leitfäden erstellt.
PARADIES leistet damit einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Gemeindeentwicklung, Klimawandelanpassung, Gesundheitsförderung und sozialer Teilhabe. Langfristig unterstützt das Projekt Gemeinden dabei, öffentliche Räume barrierefrei und klimaresilient zu gestalten, soziale Isolation zu reduzieren und die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig zu verbessern.