Cop4Austria
Rahmenbedingungen, Potentiale und verteilte Expertisen für das Mainstreaming von Copernicus in den Verwaltungen
Programm / Ausschreibung | ASAP, ASAP, ASAP 18. Ausschreibung (2021, KP) | Status | abgeschlossen |
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Projektstart | 01.10.2022 | Projektende | 31.12.2023 |
Zeitraum | 2022 - 2023 | Projektlaufzeit | 15 Monate |
Keywords | Copernicus, User uptake, Verwaltungen, Informationsdienste, Wissenslandschaft, Upskilling, New Space |
Projektbeschreibung
Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, ehemals GMES (Global Monitoring for Environment and Security) gilt seit dem Baveno Manifest von 2001 als eines der ambitioniertesten technologischen Programme und gilt als der europäische Beitrag zu dem weltweiten System Global Earth Observation System of Systems (GEOSS). Der nationale Uptake ein wesentlicher Hebel in der Verbreitung dieser Technologie, in der Durchdringung der Verwaltung und letztendlich ein Boost für der Chancen im privaten Sektor (Stichwort New Space). Der sogenannte Downstream Sektor der sich in den letzten 10 Jahren formiert hat wird als einer der strategisch relevantested der zukunftsorientieren Sektoren in Europa gesehen. Die EO*GI Sector Skills Strategy versucht Kapazitäten zu bündeln und Synergien zu nutzen um sowohl auf europäischer Ebene wie auch international das Potential dieser Technologie zur Bewältigung der gegenständlichen gesellschaftlichen Herausforderungen (Klimawandel, Digitalisierung, demografischer Wandel und Migration, Biodiversitätsverlust, etc.) ideal zu nutzen. Das Projekt Cop4Austria sollzu den folgenden drei übergeordneten, strategischen Zielen beitragen: (1) Mainstreaming von Copernicus in der Verwaltung; (2) Effizienzsteigerung Berichtswesen im nationalen, europäischen und globalen Kontext; (3) Demokratisierung der Weltraumtechnologie, sprich Copernicus soll im wahrsten Sinne des Wortes publik gemacht werden. Das Projekt mündet letztendlich in einen Prototyp einer webbasierten Wissens- und Expertisenlandschaft, welche die verteilten Expertisen visualisert und dynamisch updatet, und ebenso Möglichkeiten anbietet, gezielte Trainingsmaßnahmen auf konkreten regionalen oder thematischen Bedarf zu matchen.
Abstract
The European Earth observation programme Copernicus as a conjoint initiative between the European Commission and ESA has been considered one of the most ambitious technological European progamme. It is considered to be the European contribution to the global Global Earth Observation System of Systems (GEOSS). The national uptake provides essential leavering in proliferating and uptaking this technology by public authorities and administration t ultimately a boost for opportunities in the private sector (new space). The so-called downstream sector has formed in the last 10 years and is seen as one of the most strategically relevant of the future-oriented sectors in Europe. The EO*GI Sector Skills Strategy tries to bundle capacities and use synergies in order to ideally exploit the potential of this technology to cope with the current social challenges (climate change, digitization, demographic change and migration, loss of biodiversity, etc.) both at European level and internationally. Cop4Austria is intended to contribute to the following three overarching strategic goals: (1) mainstreaming Copernicus in administration; (2) increased reporting efficiency in a national, European and global context; (3) democratization of space technology, i.e. Copernicus, should be made public in the truest sense of the word. The project ultimately leads to a prototype of a web-based knowledge and expertise landscape, which visualizes and dynamically updates the distributed expertise, and also offers options for matching targeted training measures to specific regional or thematic needs.
Endberichtkurzfassung
Europa verfügt mit dem Copernicus Programm zur Erdbeobachtung über den drittgrößten Daten- und Informationsanbieter weltweit. Um das aufgewendete Budget entsprechend in Wert zu setzen ist eine effektive Strategie mit einer starken Nutzerinteraktion der zahlreichen Copernicus-Daten und Informationsdienste erforderlich. Mit einer kostenlosen Datenverfügbarkeit und der Schaffung organisatorischer und finanzieller Rahmenbedingungen für zuverlässige und standardisierte Informationsdienste soll die Akzeptanz und Anwendung der Informationsdienste insbesondere für öffentliche Verwaltungen gefördert werden. Die vielfältigen Bedürfnisse potenzieller Nutzer im öffentlichen Sektor macht es jedoch schwierig die Anwendung der Informationsdienste zu katalogisieren bzw. deren Erfolg zu quantifizieren. Zahlreiche User Uptake-Initiativen wurden in den letzten Jahren zur Förderung einer Inwertsetzung des Copernicus Programms eingeführt. Um die Kontinuität und Nachhaltigkeit dieser Initiativen zu gewährleisten und Erfolge messbar zu machen ist ein systematischer und integrierter Ansatz erforderlich.
Innerhalb des Projekts Cop4Austria wurden die potentiellen Einsatzmöglichkeiten von Copernicus Produkten in der öffentlichen Verwaltung unabhängig eruiert, der Ist-Zustand von Akteuren und deren Expertisen erhoben, die Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten abgeleitet und die Verteilung von Experten, des Informationsbedarfs und der Nutzung von Informationsdiensten in Österreich sichtbar gemacht. Die wesentlichen Bausteine sind:
Die komplette Erfassung der frei verfügbaren und dokumentierten Copernicus Produkte in einer hierarchischen Struktur zur Integration in eine Datenbanklösung.
Die Zuweisung der Copernicus Produkte zu generischen Anwendungsbereichen, welche Verwaltungs- und Geschäftsprozesse abbilden.
Erfassung der öffentlichen Verwaltung auf Bundes- und Bundeslandebene und einer Experten-basierter Einschätzung zu potentiellem Interesse an Copernicus Services und Produkte.
Erhebung der Akteure, Expertisen, aktueller Einsatz von Copernicus Produkten (Ist-Zustand) und erforderlicher Rahmenbedingungen mittels eines breitgestreuten Fragebogens.
Durchführung von strukturierten Interviews mit interessierten Nutzern der öffentlichen Verwaltung Österreichs und Institutionen.
Ermittlung von Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken zur Ableitung von Entwicklungspotentialen und Entwicklungspfaden.
Entwicklung von quantitativen und qualitativen Erfolgsindikatoren zur Messung des Ist-Zustands und Veränderungen in Nachfolgestudien.
Erstellung einer interaktiven Geovisualisierungsplattform (Prototyp) zur räumlich expliziten Darstellung der Wissens- und Expertisenlandschaft in Österreich, Ist-Zustand und Möglichkeit zur Veränderungsanalyse.
Eine internationale Vernetzung mit nationalen europäischen User Uptake Programmen.
Initiierung eines nationalen Copernicus Spezialforums, abgehalten auf der GI_Salzburg 23.