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TANZ

Tourismus als Chance für die Energiewende im Pinzgau

Programm / Ausschreibung ENERGIE DER ZUKUNFT, SdZ, SdZ 8. Ausschreibung KP 2021 Status laufend
Projektstart 01.10.2021 Projektende 30.06.2022
Zeitraum 2021 - 2022 Projektlaufzeit 9 Monate
Keywords Regionales Reallabor; Tourismusregion; 100% Erneuerbare Energien; Energiewende

Projektbeschreibung

Um die nationalen Klima- und Energieziele zu erreichen und bis 2040 klimaneutral zu werden, braucht es sowohl in urbanen als auch ländlichen Regionen große Anstrengungen und Transformationen. Das gegenständliche Projekt adressiert den Bezirk Zell am See (deckungsgleich mit dem Pinzgau), der als alpine Tourismusregion vor allem mit einmaligen und ursprünglichen Naturerlebnissen punktet, gleichzeitig aber besonders von den Herausforderungen des Klimawandels betroffen ist. Der Tourismussektor ist im ländlichen Raum einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Österreich aber zugleich auch einer mit hohen Energieverbräuchen, vor allem im Winter. Aktuell ist bereits ein Umdenken und eine Verlagerung auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen erkennbar. Nur jene Tourismusregionen, die im besonderen Maße darauf reagieren, können langfristig Erfolg sichern und somit die Existenz jener Menschen und Betriebe in der Region sichern, die direkt und indirekt vom Tourismus leben und abhängen. Deshalb soll im Pinzgau ein regionales Reallabor für eine nachhaltige, 100% erneuerbare Tourismusregion aufgesetzt werden.

Trotz diverser Einzelmaßnahmen fehlt im Pinzgau bislang eine gesamtheitliche Strategie, um die nationalen bzw. regionalen Ziele bzgl. 100% erneuerbarer Strom- und Wärmeversorgung zu erreichen. Die Integration von Einzelthemen und Einzelinitiativen unter einem „Dach“ ist erforderlich, um eine gemeinsame Vision umzusetzen und auch die Sichtbarkeit nach außen zu verstärken zur Vorbildwirkung für andere Tourismusregionen. Die Sondierung verfolgt deshalb das Ziel, ein regionales Reallabor für den Pinzgau als ganzjährige nachhaltige Tourismusdestination, die zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgt ist, zu konzipieren. Dies umfasst sowohl die Organisation des Reallabors als auch die Zusammensetzung der relevanten AkteurInnen, die Konzeption von Modelllösungen (Realtests) als auch Überlegungen, wie die erarbeiteten Lösungen mit anderen (Tourismus)Regionen geteilt werden können.

In der Sondierung werden relevante politische Akteure (28 Bürgermeister*innen über den LOS Geber RegPi), regionale Organisationen (LOS-Geber KEMs), Schlüsselbetriebe (z.B. LOS-Geber Seilbahnen), Energieversorger (Salzburg AG als Partner) und auch Bürger*innen und Nutzer*innen aktiv miteinbezogen. Die Sondierung bietet dafür einen optimalen Rahmen in Form eines wissenschaftlich fundierten, experimentellen Umfelds, das alle Stakeholder involviert, um Lösungen für Transformationsprozesse entlang der drei Innovationsfelder Sektorkopplung, Energiegemeinschaften und Nachhaltige Wärmelösungen ko-kreativ zu entwickeln. In diesen Themenbereichen werden Konzepte für erste Realtests im späteren Reallabor erstellt, um deren Wirkung hinsichtlich ihres Beitrags zur Energieeffizienz, Flexibilisierung, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien, Energieversorgung abschätzen zu können.

Weiters werden die Organisationsstruktur des Reallabors konzipiert und Geschäftsmodelle erarbeitet, damit die Modell-Lösungen der Tourismusregion Pinzgau in Zukunft als Vorbild für vergleichbare Regionen dienen und die Energiewende so durch viele österreichische Leuchttürme beschleunigt wird.

Abstract

In order to achieve the national climate and energy goals and to become climate neutral by 2040, great efforts and transformations are needed in both urban and rural regions. The project addresses the district of Zell am See (congruent with the Pinzgau), which as an alpine tourism region scores above all with unique and original nature experiences, but at the same time is particularly affected by the challenges of climate change. The tourism sector in rural areas is one of the most important economic sectors in Austria, but at the same time also one with high energy consumption, especially in winter. Currently, a rethinking and a shift towards sustainable and energy-efficient solutions is already noticeable. Only those tourism regions that react to this in a special way can ensure long-term success and thus safeguard the existence of those people and businesses in the region that live and depend directly and indirectly on tourism. Therefore, a regional living lab for a sustainable, 100% renewable tourism region is to be set up in Pinzgau.

Despite various individual measures, Pinzgau has so far lacked a holistic strategy to achieve the national and regional goals regarding 100% renewable electricity and heat supply. The integration of individual topics and initiatives under one "umbrella" is necessary in order to implement a common vision and to increase external visibility as a role model for other tourism regions. This project therefore pursues the goal of designing a regional living lab for the Pinzgau as a year-round sustainable tourism destination that is 100% supplied with renewable energy. This includes the organisation of the living lab as well as the composition of the relevant actors, the conception of model solutions (“Realtests”) as well as considerations on how the developed solutions can be shared with other (tourism) regions.

Relevant political actors (28 mayors via the LOS donor RegPi), regional organisations (LOS donor KEMs), key companies (e.g. LOS donor cable cars), energy suppliers (Salzburg AG as a partner) and also citizens and users are actively involved in the exploratory phase. The exploratory phase offers an optimal framework in the form of a scientifically based, experimental environment that involves all stakeholders in order to co-creatively develop solutions for transformation processes along the three innovation fields of sector coupling, energy communities and sustainable heating solutions. In these thematic areas, concepts for initial Realtest in the future living lab will be developed in order to be able to assess their impact in terms of their contribution to energy efficiency, flexibilisation, increasing the share of renewable energies and energy supply.

Furthermore, the organisational structure of the living lab will be designed and business models will be developed so that the model solutions of the Pinzgau tourism region can serve as a model for comparable regions in the future, thus accelerating the energy transition through many Austrian regions.