KI - Fireprotection
„KI- und Digitalisierungskompetenz im vorbeugenden Brandschutz – Transformationsprojekt der BVS-Gruppe“
| Programm / Ausschreibung | Humanpotenzial 24/26, Qualifizierungsprojekte, Qualifizierungsprojekte 2025 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.08.2026 | Projektende | 31.07.2028 |
| Zeitraum | 2026 - 2028 | Projektlaufzeit | 24 Monate |
| Barwert der Projektförderung | € 33.000 | ||
| Keywords | KI, Expertenwissen, Wissenstransfer, Prozessautomatisierung, Brandschutz | ||
Projektbeschreibung
Die IBS ist im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes tätig und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gefahrenprävention, zur Sensibilisierung von Unternehmen und Bevölkerung sowie zur Sicherstellung der Einhaltung normativer Anforderungen. Als wissensintensive Expertenorganisation ist die Qualität der internen Wissensbasis und der Arbeitsprozesse zentral für die Erfüllung ihres öffentlichen und wirtschaftlichen Auftrags.
Die Organisation beschäftigt rund 50 Mitarbeitende in operativen Projekt- und Geschäftsbereichen.
Aktuell zeigen sich folgende strukturelle Herausforderungen:
a) Demografischer Wandel & Expertenorganisation
Ein wesentlicher Anteil des organisationskritischen Fach-, Erfahrungs- und Normenwissens ist derzeit implizit bei langjährigen Experten verankert. Aufgrund absehbarer
Pensionierungen besteht ein erhöhtes Risiko für Wissensverlust.
Dieses Wissen ist aktuell nur teilweise strukturiert dokumentiert, nicht systematisch digital verfügbar und nur eingeschränkt organisationsweit nutzbar.
b) Digitale Transformationsanforderungen
Die zunehmende Komplexität von Kundenanfragen, Normenänderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen führt zu einem steigenden Abstimmungs- und Prüfaufwand.
Unstrukturierte Eingangsinformationen, redundante oder inkonsistente Kundendaten sowie parallel genutzte Wissens- und IT‑Systeme erschweren Transparenz, Effizienz und Wissenszugriff.
Dies bindet hochqualifizierte Fachressourcen in manuellen Routinetätigkeiten und reduziert die Skalierbarkeit der Organisation.
c) Kompetenzlücken
Im Rahmen interner Analysen wurden insbesondere folgende Kompetenzdefizite identifiziert:
- geringe systematische Daten- und Analysekompetenz
- fehlendes strukturiertes Verständnis für den praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz
- unzureichendes Know-how im Bereich Citizen Development zur eigenständigen digitalen Prozessverbesserung
- Entwicklungsbedarf im prozessorientierten Denken entlang der Customer Journey
Vor diesem Hintergrund besteht ein klarer Transformationsbedarf im Bereich der Digitalisierung betrieblicher Abläufe, des systematischen Wissenstransfers sowie des Aufbaus zukunftsrelevanter digitaler Kompetenzen.
Das geplante Qualifizierungsprojekt verfolgt nicht die Entwicklung einzelner Softwarelösungen, sondern den nachhaltigen Aufbau organisatorischer, methodischer und technologischer Kompetenzen innerhalb der Belegschaft.
Als technologische Basis werden bereits vorhandene Werkzeuge wie Microsoft Copilot und die Microsoft Power Platform eingesetzt, um eine niederschwellige Umsetzung von digitalen Prozessverbesserungen ohne klassische Programmierkenntnisse zu ermöglichen.
Projektziele und angestrebte Ergebnisse:
Das IBS entwickelt sich zu einer organisationell befähigten und digital kompetenten Expertenorganisation, in der:
- Mitarbeitende KI-Potenziale erkennen und bewerten können
- datenbasierte Entscheidungen getroffen werden
- Wissen strukturiert dokumentiert und abrufbar gemacht wird
- Transformationsprozesse eigenständig initiiert und implementiert werden
Nach Projektabschluss sollen Mitarbeitende KI-Use-Cases entlang der Customer Journey identifizieren und strukturierte Anforderungsanalysen durchführen. Verbesserungspotenziale sollen eigenständig analysiert und und umgesetzt werden.
Implizites Erfahrungswissen wird systematisch für den operativen Alltag sowie für automatisierte Prozesse und den kontinuierlichen Kompetenzaufbau nutzbar gemacht.