OSS-Bountyhunting
Governance- und Prozessplattform zur Verbindung von Open-Source-Bedarf, Maintainer:innen und Finanzierung
| Programm / Ausschreibung | IWI 24/26, Basisprogramm 2026, Impact Innovation Ausschreibung 2026 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.08.2026 | Projektende | 31.07.2027 |
| Zeitraum | 2026 - 2027 | Projektlaufzeit | 12 Monate |
| Barwert der Projektförderung | € 75.000 | ||
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Open-Source-Software bildet eine zentrale Grundlage digitaler Infrastruktur in Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Forschung. In Österreich nutzen laut Statistik Austria rund 37 % der Unternehmen Open-Source-Software und passen diese aktiv an ihre eigenen Anforderungen an. Gleichzeitig verfolgen Österreich und die Europäische Union Strategien zur Stärkung digitaler Souveränität und resilienter digitaler Infrastruktur, in denen offene Technologien eine zentrale Rolle spielen.
Trotz dieser hohen Bedeutung fehlt bislang ein strukturierter Mechanismus, um den konkreten Bedarf an Weiterentwicklungen von Open-Source-Software mit den verfügbaren Entwicklungsressourcen im Ökosystem zu verbinden. Organisationen entwickeln Erweiterungen häufig mehrfach parallel oder intern in isolierten Systemen, während Maintainer:innen und Entwickler:innen oft ohne stabile Finanzierungsmodelle arbeiten. Dadurch entstehen redundante Entwicklungsaufwände, verzögerte Innovation und Risiken für die Wartbarkeit zentraler digitaler Systeme.
Das vorliegende Projekt entwickelt und testet gemeinsam mit relevanten OSS-Maintainern und Communityleads ein Governance- und Prozessmodell, das Organisationen, Entwickler:innen und Open-Source-Projekte strukturiert miteinander verbindet. Ziel ist ein transparenter Prozess für Anforderungsdefinition, Umsetzung, Qualitätssicherung und Vergütung von Weiterentwicklungen.
Dadurch sollen redundante Eigenentwicklungen reduziert, Innovationszyklen beschleunigt und nachhaltige Strukturen für die Weiterentwicklung von Open-Source-Software geschaffen werden. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Stabilität digitaler Infrastruktur sowie zur digitalen Souveränität in Österreich und Europa.
Durch den Einsatz von Design Thinking und Co-Creation werden alle Akteure laufend in die Umsetzung eingebunden. Dabei haben wir bereits Gespräche und Zusagen von folgenden Organisationen. Da wir derzeit noch aktiv vernetzt werden, wird diese Liste noch signifikant wachsen:
- David Spoil (NEOS CMS Community)
- Nico Grienauer (OSEG / Drupal Austria)
- Sigrid Gramlinger (Joomla Community Österreich)
- Georg Hahn (OSSBIG).