fit4AAL

Fit in einen neuen Lebensabschnitt mit neuen Technologien – AAL Testregion Salzburg/Wien

Programm / Ausschreibung benefit, Demogr. Wandel, 3. Ausschreibung benefit Modell 2016 Status laufend
Projektstart 01.01.2018 Projektende 31.12.2020
Zeitraum 2018 - 2020 Projektlaufzeit 35 Monate
Keywords Gesunder Lebensstil, Prävention, Baby-Boomer, Randomized Controlled Trial, Testregion

Projektbeschreibung

In Österreich werden bis 2034 ca. 750.000 Personen in Pension gehen. Das sind mehr Per-sonen als in den vergangenen 60 Jahren. Zurückzuführen ist das auf die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1956 und 1969, die sogenannten „Baby-Boomer“. In den nächsten Jah-ren wird somit unser Pensionssystem und in den Folgejahren mitunter auch unser Gesund-heits- bzw. Langzeitpflegesystem vor Herausforderungen gestellt.
Um die Voraussetzungen für ein möglichst langes, gesundes und autonomes Leben dieser nachkommenden Generation an PensionsbezieherInnen zu schaffen, könnten AAL-Lösungen eine wichtige Rolle spielen. Im Gegensatz zur bisherigen AAL-Zielgruppe ist diese nachkommende Generation mit neuen Technologien vertrauter, wodurch die Integration von AAL-Lösungen in den Alltag erleichtert werden kann. Durch diese zunehmende Technikver-trautheit ist jedoch davon auszugehen, dass die Zielgruppe auch anspruchsvoller in Bezug auf neue Technologien ist. Alltagstauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit werden vorausgesetzt, somit steht vor allem der Nutzen eines Systems im Vordergrund.
fit4AAL setzt daher auf eine erweiterbare (mitwachsende) und leistbare Plug & Play Lösung, durch die nachkommende, technikvertrautere Generationen zum einen körperlich „fit(ter)“ und zum anderen „fit für die Nutzung“ von unterstützenden Technologien werden können. Erreicht wird dies durch Kombination von Smart Home Komponenten sowie Smart Services und entsprechenden gesundheitsfördernden Präventionsmaßnahmen, welche auf Bewegung fokussieren und durch Maßnahmen in den Bereichen Ernährung und Entspannung ergänzt werden. Zur Förderung der Systemnutzung werden zudem unterschiedliche Motivations-maßnahmen konzipiert und umgesetzt. fit4AAL setzt auf das bewährte App-Konzept und nicht auf eine eigene AAL-Oberfläche, die nur eine eingeschränkte Nutzung des Endgeräts erlaubt. Darüber hinaus bietet fit4AAL die Möglichkeit, an das Smart City Konzept mit den Themen Energie und Mobilität anzudocken.
Für aussagekräftige Evaluierungsergebnisse wird die fit4AAL-Lösung in einem breiten Feldtest in Wien, Stadt und Land Salzburg für 14 Monate erprobt. Vorgesehen ist ein Randomised Controlled Trial mit je 100 Haushalten in Test- und Kontrollgruppe. Die begleitende Eva-luierung (Usability, Akzeptanz, Funktionsfähigkeit und Wirkungen) soll Aufschlüsse über Marktbarrieren und Markttauglichkeit der fit4AAL-Lösung, die Effekte der Technologie für die NutzerInnen sowie Erkenntnisse für eine erfolgreiche Marktüberführung liefern. Ein österrei-chisches Netzwerk mit wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Partnern (sozialwis-senschaftlich, sportwissenschaftlich, technisch, psychologisch, gerontologisch) sowie IKT-Dienstleistern/Systemintegratoren stellt eine erfolgreiche Abwicklung des Projektes sicher. In der Rekrutierung wird das Projekt durch die Pensionsversicherungsanstalt unterstützt (LOI liegt dem Antrag bei). Weitere assoziierte Partner des Projekts, die ihr Interesse mittels eines LOI ebenfalls bereits bekundet haben, sind die Seniorenbünde Salzburg und Wien, die Stadt Salzburg, die Stadt Saalfelden, Salzburger Verkehrsverbund und die Bundesarbeitsgemein-schaft Freie Wohlfahrt (BAG).

Abstract

Until 2034, approximately 750,000 people will retire in Austria – more than in the last 60 years. In particular, the so-called baby boomer generation (between 1956 and 1969) cause this development. Therefore, in the next years our pension system will be challenged as well as our healthcare or long-term care system, especially over the following years.
In order to provide the conditions for a long, healthy and autonomous life for the future retirees of the baby boomer generation, AAL solutions can be an important factor. In contrast to previous target groups of AAL, this generation is familiar with new technologies, which in-creases the potential for AAL solutions on the one hand; however, they are assumed to be more demanding and sophisticated considering these new technologies. Usability and suita-bility for daily use are required; hence, the perceptive value of the system will be of utmost im-portance.
Thus, fit4AAL focus on an extendable/adaptable and affordable plug & play solution in order to make the technology-familiar baby boomer generation “fit(ter)” and “fit for the use” of assistive technologies. The system combines smart home components and smart services to provide health-enhancing prevention interventions with focus on movement. Additionally, nutrition and relaxation extend the supply. In order to promote the use of the system, different motivation concepts will be investigated. Instead of an own AAL surface with limits in usage of the mobile device, fit4AAL focuses on the established mobile app-concept. Moreover, fit4AAL offers the possibility to deal with the smart city topics energy and mobility.
In order to gain significant results, the fit4AAL solution will be evaluated in a wide field trial in Vienna, and the City and province of Salzburg for a period of 14 months (randomised con-trolled trial with 100 households in test and control group each). The accompanying evaluation (usability, acceptance, functionality and effectiveness) will identify market barriers and marketability. An Austrian network consisting of established academic and application-oriented partners (social sciences, sport sciences, engineering, psychological, gerontological), ICT service providers and system integrators guarantees a successful project execution. Furthermore, the Pensionsversicherungsanstalt will support the project in the recruitment for the field trials (LOI attached). Additional associated partners are Seniorenbund Salzburg and Vienna, the cities Salzburg and Saalfelden, Salzburger Verkehrsverbund and the Bun-desarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG).