CISSAN
Collective Intelligence Supported by Security Aware Nodes
| Programm / Ausschreibung | IWI 24/26, Basisprogramme 2025, Basisprogramm Ausschreibung 2025 | Status | laufend |
|---|---|---|---|
| Projektstart | 01.07.2025 | Projektende | 30.06.2026 |
| Zeitraum | 2025 - 2026 | Projektlaufzeit | 12 Monate |
| Barwert der Projektförderung | € 41.368 | ||
| Keywords | |||
Projektbeschreibung
Im EUREKA-Celtic Next Projekt CISSAN hat Geodata die Entwicklung von drei verschiedenen IoT-Sicherheitssystemen für die Anwendung in den Fachgebieten Tunnelbau und Geo-Monitoring zum Ziel.
Diese Systeme bilden im Einzelnen:
* ein KI unterstütztes sowie auf fachspezifischen Regeln beruhendes SW-System zur automatischen Datenqualitätsprüfung von Monitoringdaten,
* ein System zur elektronischen Signierung von Messdaten und Sensoren mittels Security-Chips und
* ein Blockchain-basiertes System zur sicheren Messdatenübertragung.
Im Projekt wird Geodata bestehende IoT-Sicherheitstechnologien zur Verwendung für die geplanten Systeme evaluieren, geeignete Technologien auswählen, die geplanten Systeme spezifizieren, entwickeln und operationelle Prototypen für jedes System implementieren, testen und im Rahmen von Use Cases demonstrieren. In weiterer Folge wird Geodata seine drei Systeme in die gemeinsame IoT-Plattform (CISSAN Plattform) des internationalen Projekts integrieren. Im vorliegenden 3.Forschungsjahr sollen Fertigstellung der Entwicklung, Implementierung sowie Test und Evaluierung/Validierung der finalen Prototypen der geplanten Systeme, ihre Dokumentation und ihre Integration in die gemeinsame CISSAN.Plattform gelingen.
Die Forschungsleistungen werden gemeinsam mit dem Partner SCCH (Software Competence Center Hagenberg) als Drittleister und den internationalen EUREKA-Partnern erbracht.
Endberichtkurzfassung
Im Rahmen des insg. 3-jährigen Forschungsprojekts wurden folgende Projektergebnisse erreicht:
ein Prototyp eines (Cyber)sicherheitssstems zur Datenqualitätsprüfung.
Der Prototyp besteht aus einer Software, welche Mess- und Monitoringdaten (Sensorzeitreihen) anhand von empirischen Datenqualitätsregeln und KI-basierten Methoden analysiert. Als Output liefert der Prototyp sogenannte "Believability Scores", die ein Maß für die Glaubwürdigkeit der Sensordaten darstellen. Für die Anwendung von KI wird ein Large Language Model zur Erkennung von Anomalien in Zeitserien verwendet.
Für das System wurden mehrere Datenqualitäts-Metriken entwickelt, implementiert und evaluiert. Für die Evaluierung wurden reale Messdaten aus Monitoringprojekten sowie simulierte Messdaten mit künstlich eingebauten Artefakten/Signaturen eines Cyberangriffs herangezogen.
ein Prototyp eines (Cyber)sicherheitssstems zur elektronischen Datensignierung .
Das System besteht aus speziellen Infineon Security Chips, welche an Messsensoren (oder in Datenloggern, Gateways) angebracht werden und deren Messdaten signieren. Die Signaturen werden gemeinsam mit den Messdaten übertragen und am Endpunkt (am Server) vor dem Import verifiziert. Misslingt die Verifizierung (Public-Private-Key - System), wird ein (Cyber)angriff vermutet und die Messdaten werden abgelehnt bzw. unter Quarantäne gestellt, nicht in die Datenplattform übernommen und ein Alarm wird generiert.
ein Prototyp eines (Cyber)sicherheitssstems zur blockchain-basierten Datenübertragung.
Der Prototyp nutzt die Technologie des Lightning Networks (= ein 2nd Layer Blockchain System) für die Übertragung von Mess- und Monitoringdaten über mehrere parallele Kanäle (sogenannte Lightning Channels) vom Sensor bis zum Endpunkt (Server). Am Endpunkt wird überprüft, ob die parallel übertragenen Daten ident sind, somit am Übertragungsweg keine Änderungen (z.B. unerlaubte Löschungen) vorgenommen wurden. Stimmen die Daten nicht überein, so werden sie vom Server abgelehnt bzw. unter Quarantäne gestellt und eine Alarmmeldung wird generiert. Zusätzlich werden die Daten periodisch in die Mainchain der Bitcoin Blockchain zur endgültigen Sicherung gespeichert.